Das Carl Maria von Weber Museum ist im Sommerhaus des berühmten Komponisten angesiedelt und zugleich weltweit das einzige Museum, das sich dem Leben und dem Werk dieses großen Künstlers der deutschen Romantik widmet.

Authentische Exponate im Carl Maria von Weber Museum

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Das im beschaulichen und direkt an der Elbe gelegenen Stadtteil Hosterwitz befindliche und damals dem Winzer Gottfried Felsner gehörende Gebäude – erbaut bereits im Jahr 1725 – wurde seit dem 19. Jahrhundert kaum baulich verändert. Dies trägt zum authentischen Eindruck bei, den man beim Besichtigen des nachgestalteten Arbeitszimmers von Carl Maria von Weber und der anderen im Stil der Zeit kurz nach 1800 gehaltenen Räume auf zwei Etagen bekommt. 

Neben seiner Aufgabe als Museum wird das Gebäude auch für Kammerkonzerte und weitere Veranstaltungen genutzt, die im Sommer im angrenzenden schönen Garten stattfinden. 

Besucherinformation

Adresse des Carl-Maria-von-Weber-Museums

Carl-Maria-von-Weber-Museum
Dresdner Straße 44
01326 Dresden

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen 13 bis 18 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen
24./25.12., 31.12., 1.1. geschlossen

Neue Öffnungszeiten ab 1. August 2020

Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen 12 bis 17 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Eintrittspreise:

4 Euro pro Person
Ermäßigt 3 Euro
Gruppenpreis ab 10 Personen 3 Euro, Ermäßigt 2,50 Euro pro Person

Achtung: Freitags ab 13 Uhr freier Eintritt (außer an Feiertagen)!

Jahreskarte: 30 Euro
Familienjahreskarte: 40 Euro (Gilt für: Stadtmuseum Dresden * Städtische Galerie Dresden * Technische Sammlungen Dresden * Kunsthaus Dresden * Leonhardi-Museum Dresden * Carl-Maria-von-Weber-Museum * Palitzsch-Museum * Kraszewski-Museum * Kügelgenhaus – Museum der Dresdner Romantik * Schillerhäuschen)

Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Buslinie 63 (Haltestelle Van-Gogh-Straße)

Auch in der Zeit der Corona-Pandemie bleiben die multimedialen Angebote des Museums nutzbar, allerdings können die Video- und Hörstationen nur mit Kopfhörern genutzt werden, die Sie als Besucher selbst mitbringen.

Carl Maria von Weber in Dresden-Hosterwitz

Der damals seit einem Jahr als Hofkapellmeister in Dresden wirkende Carl Maria von Weber (1786-1826) entdeckte im Jahr 1818 das beschauliche Winzerhaus auf einem Spaziergang. Gelegen im ruhigen Hosterwitz – einem damals noch nicht in die Landeshauptstadt eingemeindeten kleinen Dorf am rechten Ufer der Elbe zwischen Dresden und Pillnitz – bot es dem Komponisten für einige Jahre die gesuchte Ruhe für die Sommermonate und zugleich einen guten Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen in die nahe gelegene und romantische Sächsische Schweiz.

Diese idyllische Atmosphäre trug dazu bei, dass Carl Maria von Weber in diesem Gebäude die nach seinen eigenen Worten glücklichsten Momente seines Lebens verbrachte. So schrieb er gleich im ersten Jahr seines Aufenthaltes hier in einem Brief: “Ich lebe auf dem Lande in herrlicher Natur und einer friedlichen Stille, die es mir erlaubt, einmal ganz mir selbst und meinem inneren Treiben zu leben…”. 

Carl Maria von Weber (Bildnis von Caroline Bardua)

Gern wurde Besuch empfangen, darunter so bedeutende Persönlichkeiten wie die große Sopranistin und Sängerin der Dresdner Hofoper Wilhelmine Schröder-Devrient, die Dichter Ludwig Tieck und Jean Paul, sowie die Komponisten Heinrich Marschner, Louis Spohr und Johann Nepomuk Hummel. 

Dieser Umgang und die umgebende Landschaft waren offenbar sehr inspirierend, denn einige seiner wichtigsten Werke entstanden ganz oder zumindest teilweise hier im Winzerhaus in Hosterwitz. Zu nennen wären in diesem Zusammenhang neben zahlreichen Kammerkompositionen und Liedern die Opern „Abu Hassan“ und „Euryanthe“, “Oberon”, vor allem aber „Der Freischütz“. Letzterer verdankt seine Entstehung zu großen Teilen den Anregungen, die Carl Maria von Weber bei Spaziergängen im nahen Keppgrund und anderen romantischen Orten der Sächsischen Schweiz erhielt. Gerade die berühmte Wolfsschlucht stützt sich auf reale Vorbilder im sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges.

Die Geeignetheit des Hauses für das Andenken an Carl Maria von Weber und sein Wirken hier in Dresden erkannte man bereits im 19. Jahrhundert (1836 Errichtung einer kleinen Gedenkstätte und 1865 Anbringung einer kleinen Gedenktafel). 1928 übernahm der Landesverein Sächsischer Heimatschutz das Anwesen. Eine richtige Ausstellung existiert im Gebäude seit 1948. Doch erst 1957 wurde die Gedenkstätte offiziell eröffnet. Dies beruhte vor allem auf zahlreichen Nachlassstücken, die durch den Tod der 1881 geborenen Urenkelin Webers, Mathilde von Weber, im Jahr zuvor dem Museum zur Verfügung gestellt wurden. In der ersten Hälfte der 1970er Jahre wurde das Gebäude saniert, um sich zu Webers 150. Todestag 1976 in gutem Zustand präsentieren zu können. 2005 wurde schließlich das Carl-Maria-von-Weber-Museum in den Verbund der Museen der Stadt Dresden eingegliedert.