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Wie jedes Jahr stehen auch die Musikfestspiele in Dresden 2022 unter einem Motto. Dieses Jahr fiel die Wahl auf „Zauber“, denn es soll ein Jahr der Hoffnung sein. Im Festivalzeitraum vom 11. Mai bis 10. Juni werden nicht weniger als 66 Konzerte stattfinden.
Jan Vogler - Intendant der Dresdner Musikfestspiele

Eine Besonderheit dieses Festivaljahrgangs ist nun schon zum zweiten Mal die „Cellomania“, eine Art Festival im Festival, innerhalb dessen Festspielintandant Jan Vogler und 40 weitere bekannte Cellisten – das Spektrum reicht von Sol Gabetta bis Apocalyptica – in 19 Konzerten musizieren werden.

Aber auch die Auflistung der anderen Künstler liest sich wie ein Who-is-who der Musikwelt: Das London Philharmonic Orchestra, das Orchester der Mailänder Scala unter Riccardo Chailly, die Wiener Philharmoniker unter Andris Nelsons, das Chamber Orchestra of Europe unter Sir Simon Rattle mit seiner Ehefrau, der Mezzosopranistin Magdalena Kozena sind nur einige der Highlights, auf die sich die Dresdner und ihre Gäste freuen dürfen.

Dresdner-Musikfestspiele-Dresdner-Festspielorchester - Vorschau

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Benefizkonzert mit

HÉLÈNE GRIMAUD & JAN VOGLER

Auf einen Kammermusikabend der Extraklasse mit anschließender Filmpremiere kann sich das Publikum freuen, wenn mit Hélène Grimaud und Jan Vogler zwei Ausnahmemusiker wieder gemeinsam auf der Bühne zu erleben sein werden. Das Konzert in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen, dem Ort, an dem die musikalische Freundschaft beider Künstler vor 18 Jahren begann, zelebriert mit einem herausragenden Programm die Kraft der Musik. Werke zweier großer romantischer Tonschöpfer – und enger Freunde – erklingen mit Robert Schumanns Fantasiestücken und Johannes Brahms’ Cellosonate in e-Moll in der ersten Konzerthälfte. Im spannenden Kontrast dazu steht Dmitri Schostakowitschs Opus 40, das für den befreundeten Cellisten Viktor Kubatzki entstand und auch international ein großer Erfolg wurde. Kurz darauf sollte der Komponist jedoch durch den vernichtenden Artikel in der »Prawda« als Mensch und Musiker in seinen Grundfesten erschüttert werden.

Hélène Grimaud – Klavier
Jan Vogler – Violoncello
Nikolai Ardey – (Leiter Volkswagen Group Innovation) Moderation

  • Robert Schumann: Fantasiestücke für Violoncello und Klavier op. 73
  • Johannes Brahms: Sonate Nr. 1 für Violoncello und Klavier e-Moll op. 38
  • Dmitri Schostakowitsch: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40

Im Anschluss an das Konzert wird die Premiere des Musikfilms »Opus 19« (Regie: Andrew Muscato) mit Hélène Grimaud und Jan Vogler gezeigt.

Benefizkonzert zugunsten einer musikalischen Einrichtung in der Ukraine

Donnerstag,
24. März 2022,
19.30 Uhr

ERÖFFNUNGSKONZERT DER DRESDNER MUSIKFESTSPIELE:

Werke von Mozart und Beethoven

ACHTUNG: Aufgrund der Verschiebung des Opernprojektes »Die Zauberflöte« in die Saison 2023, findet die Eröffnung der Musikfestspiele mit diesem Konzert statt.

Die Dresdner Musikfestspiele starten in ihren »ZAUBER «-Jahrgang mit einem Konzert des eigenen Dresdner Festspielorchesters, das 2022 sein zehnjähriges Bestehen feiert, im Kulturpalast Dresden. Auch für die Eröffnung in die 45. Festivalsaison wird der Klangkörper auf historischen Instrumenten zu einer lebendigen und klangvollen musikalischen Reise einladen, die diesmal in die Wiener Klassik führt. Mit Mozarts Ouvertüre zur »Zauberflöte« und seiner vorletzter Sinfonie in g-Moll stehen zwei äußerst beliebte Werke des Komponisten auf dem Programm. Im Zentrum des Abends erklingt mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 ein weiterer Glanzpunkt der Epoche. Als Solist wird der junge gefeierte und den Festspielen eng verbundene Pianist Jan Lisiecki zu erleben sein, der gemeinsam mit dem Dirigenten und Spezialisten für historische Aufführungspraxis, Jean-Christophe Spinosi, einen magischen Musikabend verspricht.

Jan Lisiecki – Hammerflügel
Dresdner Festspielorchester
Jean-Christophe Spinosi – Dirigent

Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper »Die Zauberflöte« KV 620

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

Wolfgang Amamdeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Mittwoch,
11. Mai 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Kulturpalast Dresden

SÄCHSISCHES VOCALENSEMBLE – Werke von Hugo Distler und Heinrich Schütz

2022 wird der 350. Todestag von Heinrich Schütz begangen. Im Jubiläumsjahr dieses großen Musikers, der jahrzehntelang als Kapellmeister am kursächsischen Hof in Dresden wirkte und als bedeutendster Vertreter des Frühbarocks gilt, stellt das Sächsische Vocalensemble in der Annenkirche der 1648 veröffentlichten »Geistlichen Chormusik« Werke von Hugo Distler gegenüber. Diesen hatte die Art und Weise, wie Heinrich Schütz den Gehalt des Bibelworts durch seine Vertonung noch stärker zum Tragen brachte, so fasziniert, dass er selbst in diesem Geiste zu komponieren begann und damit die Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts erneuerte.

Sächsisches Vocalensemble
Matthias Jung – Dirigent

Freitag,
13. Mai 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Annenkirche Dresden

CLASSICAL BEATS: ANNA MEREDITH

Die britische Komponistin, Produzentin und Interpretin Anna Meredith zählt zu den vielversprechendsten Entdeckungen im hippen London. Ihre Musik, die gleichermaßen bei der »BBC Last Night of the Proms«, in klassischen Konzertsälen, bei Pop-Festivals und in Clubs sowie bei »Body Percussion Flashmobs« an britischen Autobahnraststätten zur Aufführung kommt, bewegt sich jenseits aller Genres zwischen zeitgenössischer Klassik, Kunst-Pop, Techno und experimentellem Rock. 2016 veröffentlichte die studierte Musikwissenschaftlerin, die im Klassikbereich bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt, ihre erste LP mit elektronischer Musik und heimste dafür gleich u. a. die Auszeichnung »Scottish Album of the Year« ein. In der Reithalle des Kulturzentrum Strasse E stellt die vielseitige Künstlerin zusammen mit ihrer Band ihr zweites Album – »FIBS« – vor, mit dem sie, so der Tenor in Fachkreisen, so etwas wie »Maximalismus in Technicolor« präsentiert.

Anna Meredith – Gesang, Electronics, Klarinette und Perkussion
Jack Ross – Gitarre und Gesang
Sam Wilson – Perkussion und Gesang
Tom Kelly – Tuba und Gesang
Maddie Cutter – Violoncello und Gesang

  • London Sounds: »FIBS«

Freitag,
13. Mai 2022,
21 Uhr

RAUL MIDÓN

Raul Midón gehört zu den markantesten und gefragtesten Stimmen der USA. Der zweifach für einen »Grammy« nominierte Singer-Songwriter und Gitarrist hat mit berühmten Kollegen wie Herbie Hancock, Stevie Wonder und Bill Withers oder auch Queen Latifah und Snoop Dogg zusammengearbeitet. Mit souliger Stimme und grandiosem Gitarrenspiel fasziniert der von Geburt an blinde Musiker seine Zuhörer auf der ganzen Welt. Für sein Konzert im Alten Schlachthof hat er, neben Titeln früherer Alben, Songs seiner neuesten und elften CD, »The Mirror«, dabei.

Raul Midón – Gesang, Gitarre und Perkussion

Sonntag,
15. Mai 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Alter Schlachthof Dresden

JOSÉ CURA & DRESDNER KAPELLSOLISTEN

Nach seinem gefeierten Konzert 2018 kehrt der große argentinische Tenor José Cura zurück auf die Festspielbühne und wird einmal mehr in all seinen Facetten als Sänger, Komponist, Arrangeur und Dirigent begeistern. In einem farbenreichen Programm zollt der Musiker dem Zauber seiner Heimat Tribut und vereint Lieder von dort mit eigenen Tonschöpfungen. So begegnen die Zuhörer nicht nur dem Dichter Pablo Neruda und dessen Frau, sondern können mit dem während der Corona-Pandemie entstandenen »Concierto para un resurgir« für Gitarre und Orchester auch ein sehr persönliches Werk José Curas erleben. Gemeinsam mit den Dresdner Kapellsolisten nimmt er das Publikum in der Staatsoperette Dresden mit auf eine emotionale Reise zu seinen musikalischen und biografischen Wurzeln.

José Cura – Gesang, Komposition/Arrangement und Dirigent
Barbora Kubíková – Gitarre
Christine Hoppe – Rezitation
Dresdner Kapellsolisten (Leitung: Helmut Branny)

  • José Cura: »Si muero, sobrevíveme« (nach Gedichten von Pablo Neruda)
  • José Cura: »Concierto para un resurgir« für Gitarre und Orchester
  • Argentinische Lieder

Montag,
16. Mai 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Staatsoperette Dresden

»Clair-obscur« – Patricia Petibon und das La Cetra Barockorchester Basel unter Andrea Marcon

Gemeinsam mit der französischen Sopranistin Patricia Petibon entzündet das La Cetra Barockorchester Basel unter der Leitung von Andrea Marcon ein Feuerwerk der Emotionen und Affekte in der Frauenkirche und entführt das Publikum in die zauberhaften Welten der Oper des Barock und der Klassik. Mit Werken der mit allen musikdramatischen Wassern gewaschenen Komponisten Mozart, Gluck, Händel oder Rameau lassen die Künstler ihre Zuhörerschaft lachen, leiden und lieben. Dabei sorgen La Cetra als eines der führenden Barockorchester der Welt und die für ihre Interpretationen der französischen und italienischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts umjubelte Sängerin für einen packenden und lebendigen Klangzauber in der Frauenkirche Dresden.

Patricia Petibon – Sopran
La Cetra Barockorchester Basel
Andrea Marcon – Dirigent

Werke von Tomaso Albinoni, Christoph Willibald Gluck, Georg Friedrich Händel, Stefano Landi, Biagio Marini, Wolfgang Amadeus Mozart und Jean-Philippe Rameau

Mittwoch,
18. Mai 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Frauenkirche Dresden

DANIEL MÜLLER-SCHOTT & IVETA APKALNA

Mit einer ganz ungewöhnlichen Duo-Kombination – Violoncello und Orgel – präsentieren sich Daniel Müller-Schott und Iveta Apkalna in der Martin-Luther-Kirche. Der weltweit gefragte Cellist hat eine große Leidenschaft für die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cellorepertoires. Gemeinsam mit der lettischen Organistin Iveta Apkalna – einer der führenden Vertreterinnen ihres Fachs, die nicht nur klassisch allein an der Orgel, sondern auch mit den großen internationalen Orchestern auftritt –, spannt er einen breiten Fächer mit Werken von u. a. Camille Saint-Saëns, Pēteris Vasks oder Robert Schumann auf, die nahezu alle im Original für diese seltene Besetzung komponiert wurden.

Daniel Müller-Schott – Violoncello
Iveta Apkalna – Orgel

  • Werke von Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré, Alfrēds Kalniņš, Camille Saint-Saëns, Robert Schumann und Pēteris Vasks

Donnerstag,
19. Mai 2022,
19.30 Uhr

GIDON KREMER & KREMERATA BALTICA

Als Geiger, Künstlerischer Leiter und Gründer der Kremerata Baltica ist Gidon Kremer mit seiner eindrucksvollen kompromisslosen Grundhaltung einer der innovativsten Musiker seiner Generation. 2022 feiert er seinen 75. und seine Kremerata Baltica ihren 25. Geburtstag – ein Doppeljubiläum, das mit einem besonderen Konzert begangen wird. Der erste Part huldigt mit Werken Piazzollas einem der Lieblingskomponisten Kremers, wohingegen im anschließenden Teil eine weitere Liebe des Musikers zum Zuge kommt: der Zirkus. Und so wird das Schauspielhaus Dresden zur Bühne für eine kammermusikalische Show, in der die Musiker gemeinsam mit dem Clown Robert Wicke aus dem Zirkus Roncalli zum Staunen, Entdecken und Lachen einladen. Zu dieser erklingen Filmmusiken von Mieczysław Weinberg, um dessen Wiederentdeckung sich Kremer maßgeblich verdient gemacht hat.

Gidon Kremer – Violine und Leitung
Andrei Pushkarev – Vibrafon
Kremerata Baltica
Robert Wicke – Clown

  • Werke von Artūrs Maskats, Astor Piazzolla und Mieczysław Weinberg

Donnerstag,
19. Mai 2022,
20 Uhr

Veranstaltungsort
Schauspielhaus Dresden

SHEKU & ISATA KANNEH-MASON

Die Geschwister Kanneh-Mason entstammen einer Musikerfamilie, in der jedes der sieben Kinder konzertreif ein Instrument zu spielen gelernt hat. Zu regelrechten Shootingstars entwickelten sich dabei Sheku und seine Schwester Isata. Der junge Cellist war 2016 »BBC Young Musician of the Year« und bekam 2018 den «OPUS KLASSIK« als Nachwuchskünstler des Jahres. Weltweite Aufmerksamkeit erzielte er durch seinen Auftritt bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle. Isata Kanneh-Mason studierte an der Royal Academy of Music in London. Sie ist Preisträgerin des »Leonard Bernstein Award« 2021 und wurde ebenfalls bereits mit einem »OPUS KLASSIK« ausgezeichnet. Im Deutschen Hygiene-Museum stellt sich das virtuose Geschwisterpaar dem Dresdner Publikum mit einem anspruchsvollen und vielseitigen Programm vor.

Sheku Kanneh-Mason – Violoncello
Isata Kanneh-Mason – Klavier

  • Aram Chatschaturjan: Sonate-Fantasie für Violoncello solo
  • Benjamin Britten: Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op. 65
  • Frank Bridge: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll H 125
  • Dmitri Schostakowitsch: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40

Freitag,
20. Mai 2022,
19.30 Uhr

DRESDNER PHILHARMONIE & KENT NAGANO

Kent Nagano dirigiert ein Konzert, das perfekt auf die Akustik der Dresdner Frauenkirche zugeschnitten ist: Bruckners Sechste, die in den Jahren zwischen 1879 und 1881 entstand und deren Gesamtaufführung der Komponist nicht mehr erlebte, ist mit ihrer fließenden Struktur die unbeschwerteste seiner Sinfonien. Die Klangschichten in Ives’ 1906 zu Papier gebrachter und in den 1930er-Jahren überarbeiteten Komposition »The Unanswered Question« überlagern einen Choral, das Motiv der gedämpften Trompete stellt die »ewige Frage nach der Existenz«. In der 2016 in Hamburg uraufgeführten Oper »Stilles Meer« bringt der japanische Komponist Toshio Hosokawa die Trauer über die Opfer des Tsunamis von 2011 und der Atomkatastrophe von Fukushima zum Ausdruck.

Dresdner Philharmonie
Kent Nagano – Dirigent

  • Charles Ives: »The Unanswered Question«
  • Toshio Hosokawa: Intermezzo aus der Oper »Stilles Meer«
  • Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur WAB 106

Freitag,
20. Mai 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Frauenkirche Dresden

APOCALYPTICA

Die finnische Band Apocalyptica ist – neben der ebenfalls finnischen Band Nightwish – eines der Aushängeschilder für »Symphonic Metal« und steht damit ganz in der Tradition ihrer Heimat, in der sich klassische Musik der gleichen Beliebtheit erfreut wie die mit dem Hard Rock verwandte Musikrichtung. Dabei begann die eindrucksvolle Erfolgsgeschichte dieses ungewöhnlichen Ensembles eher spontan, als sich 1993 in Helsinki vier Cellostudenten der Sibelius-Akademie zusammenschlossen, um ihre Lieblings-Metal-Songs nachzuspielen. Mittlerweile genießt die Formation, die bisweilen auch von einem Sänger verstärkt wird, Kultstatus und hat neben bekannten Stücken der Szene auch eigene Kompositionen im Repertoire. Im Rahmen der Cellomania 2.0 kommt hier im Konzertplatz Junge Garde Dresden die rockige Seite des Instruments zum Tragen.

Apocalyptica:
Eicca Toppinen – Violoncello
Perttu Kivilaakso – Violoncello
Paavo Lötjönen – Violoncello
Mikko Sirén – Schlagzeug

Freitag,
20. Mai 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Junge Garde Dresden

»Mara« – Die Geschichte eines Stradivari-Cellos

Die abenteuerliche Geschichte eines Cellos, von diesem selbst erzählt: Es ist mehrmals um die Welt gereist, hat für Könige und gewöhnliche Bürger in Kathedralen, Schlössern und modernen Philharmonien gespielt. Es blickt auf eine 300-jährige bewegte Vergangenheit zurück und verdankt seinen Namen dem berüchtigten Virtuosen Mara, dessen Eskapaden im 18. Jahrhundert für Gesprächsstoff sorgten. Wolf Wondratschek erzählt die spannende Zeitreise des 1711 von Antonio Stradivari gebauten Cellos. »Seine Erzählung ist ein Liebesschwur: für die Kunst«, urteilte darüber Fritz Raddatz. Musikalisch brillant wird das vom Autor Gelesene von Christian Poltéra auf dem »Mara«-Cello höchstselbst untermalt, begleitet von dem jungen taiwanesischen Pianisten Hu Jung.

Christian Poltéra – Violoncello
Wolf Wondratschek – Autor und Rezitation
Hu Jung – Klavier

Musikalische Lesung mit Werken von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Witold Lutosławski, Giovanni Mara und Robert Schumann

Samstag,
21. Mai 2022,
20.00 Uhr

»Invisible Stream« – MUSIKLOUNGE: JEAN-GUIHEN QUEYRAS

Dass sich das Cello auch bestens für jazzige Töne eignet, zeigt der Franzose Jean-Guihen Queyras. Gemeinsam mit seinen Musikerkollegen präsentiert der Cellist Kompositionen im jazzigen Gewand, in denen bisweilen immer wieder die klassischen Vorbilder durchschimmern. Im Schmelztiegel der Musik vereinen sich dabei virtuos die beiden Stile.

Jean-Guihen Queyras – Violoncello
Raphaël Imbert – Saxofon
Pierre-François Blanchard – Klavier
Sonny Troupé – Perkussion
André Sittner – Moderation

  • Johann Sebastian Bach: Sarabande aus der Suite für Violoncello solo Nr. 5 c-Moll BWV 1011
  • John Coltrane: »Alabama«
  • Werke von Raphaël Imbert sowie Improvisationen auf Werke von Prokofjew, Schubert, Wagner u. a.

Gesprächskonzert

Sonntag,
22. Mai 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Löwensaal Dresden

SOUND & SCIENCE: »VISUAL MUSIC«

Musik verzaubert und weckt in uns Bilder. Lebendig und sparten-¸bergreifend präsentieren die Musikwissenschaftlerin Friederike Wißmann und der Mathematiker und Musiker Stefan E. Schmidt im Deutschen Hygiene-Museum Musik für die Augen. Visual Music hat nicht nur eine ästhetische Seite, sondern kann aktiv zum Verstehen von Musik beitragen. Welche Visionen entstehen, wenn Musik gehört wird, und welche Musik entsteht, wenn Abbildungen gesehen werden? Mit Bildern und einem Silhouetten-Spiel wird die Künstlerin Franziska Leonhardi Musik sogar für Gehörlose interessant machen! Gabriele Groll erklärt, wie die Visualisierung von Musik durch filmisch animierte Farben und Grafiken ein eigenes Kunstgenre geworden ist, das mit dem abstrakten Film der 1920er-Jahre seinen Anfang nimmt und in Form von digitaler Visual Music bis in die Gegenwart reicht. Ein magischer Abend aus Kunst und Wissenschaft!

Prof. Dr. Friederike Wißmann 
Prof. Dr. Stefan E. Schmidt 
Gabriele Groll
Franziska Leonhardi
Stefan E. Schmidt & Company

Moderiertes Wandelkonzert

Montag,
23. Mai 2022,
20.00 Uhr

SOUND & SCIENCE: »VISUAL MUSIC«

Musik verzaubert und weckt in uns Bilder. Lebendig und sparten-¸bergreifend präsentieren die Musikwissenschaftlerin Friederike Wißmann und der Mathematiker und Musiker Stefan E. Schmidt im Deutschen Hygiene-Museum Musik für die Augen. Visual Music hat nicht nur eine ästhetische Seite, sondern kann aktiv zum Verstehen von Musik beitragen. Welche Visionen entstehen, wenn Musik gehört wird, und welche Musik entsteht, wenn Abbildungen gesehen werden? Mit Bildern und einem Silhouetten-Spiel wird die Künstlerin Franziska Leonhardi Musik sogar für Gehörlose interessant machen! Gabriele Groll erklärt, wie die Visualisierung von Musik durch filmisch animierte Farben und Grafiken ein eigenes Kunstgenre geworden ist, das mit dem abstrakten Film der 1920er-Jahre seinen Anfang nimmt und in Form von digitaler Visual Music bis in die Gegenwart reicht. Ein magischer Abend aus Kunst und Wissenschaft!

Prof. Dr. Friederike Wißmann 
Prof. Dr. Stefan E. Schmidt 
Gabriele Groll
Franziska Leonhardi
Stefan E. Schmidt & Company

Moderiertes Wandelkonzert

Montag,
23. Mai 2022,
21.00 Uhr

KINDERKONZERT: »PETERCHENS MONDFAHRT«

Ursprünglich im Jahre 1912 als Märchenspiel inszeniert, erschien die Geschichte von den Abenteuern des Maikäfers Herrn Sumsemann, der zusammen mit den Menschenkindern Peter und Anneliese zum Mond fliegt, um dort sein verloren gegangenes Beinchen zu holen, 1915 als Buch. »Peterchens Mondfahrt« von Gerdt von Bassewitz wurde zu einem ewigen Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, der fortan auch in diversen Verfilmungen und Theaterbearbeitungen Erfolge feierte. Das Münchener Kammerorchester mit seinem Dirigenten Clemens Schuldt erzählt die berühmte Geschichte mit der Stimme und einer neu komponierten Musik von Ali N. Askin, dessen musikalisches Spektrum von zeitgenössischen Kompositionen über Clubtracks, Arbeiten für Bühne und Schauspiel bis hin zu preisgekrönten Filmmusiken reicht, neu und zeitgemäß.

Münchener Kammerorchester
Clemens Schuldt – Dirigent
Ali N. Askin – Rezitation und Komposition

Ali N. Askin: »Peterchens Mondfahrt«. Nach einem Märchen von Gerdt von Bassewitz. Mit Bildern von Barbara Yelin und der Ü-Klasse der Grundschule an der Weilerstraße, München. Eine Zusammenarbeit mit »Fränzchen«, dem Kinder- und Jugendprogramm des Museums Villa Stuck

Donnerstag,
26. Mai 2022,
11.00 Uhr

KINDERKONZERT: »PETERCHENS MONDFAHRT«

Ursprünglich im Jahre 1912 als Märchenspiel inszeniert, erschien die Geschichte von den Abenteuern des Maikäfers Herrn Sumsemann, der zusammen mit den Menschenkindern Peter und Anneliese zum Mond fliegt, um dort sein verloren gegangenes Beinchen zu holen, 1915 als Buch. »Peterchens Mondfahrt« von Gerdt von Bassewitz wurde zu einem ewigen Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, der fortan auch in diversen Verfilmungen und Theaterbearbeitungen Erfolge feierte. Das Münchener Kammerorchester mit seinem Dirigenten Clemens Schuldt erzählt die berühmte Geschichte mit der Stimme und einer neu komponierten Musik von Ali N. Askin, dessen musikalisches Spektrum von zeitgenössischen Kompositionen über Clubtracks, Arbeiten für Bühne und Schauspiel bis hin zu preisgekrönten Filmmusiken reicht, neu und zeitgemäß.

Münchener Kammerorchester
Clemens Schuldt – Dirigent
Ali N. Askin – Rezitation und Komposition

Ali N. Askin: »Peterchens Mondfahrt«. Nach einem Märchen von Gerdt von Bassewitz. Mit Bildern von Barbara Yelin und der Ü-Klasse der Grundschule an der Weilerstraße, München. Eine Zusammenarbeit mit »Fränzchen«, dem Kinder- und Jugendprogramm des Museums Villa Stuck

Donnerstag,
26. Mai 2022,
16.00 Uhr

LIEDERABEND SAMUEL HASSELHORN

Das idyllische, vor den Toren Dresdens in Radebeul gelegene Schloss Wackerbarth bietet auch an diesem Konzertabend eine großartige Bühne für herausragende junge Musiker. Der Bariton Samuel Hasselhorn gehört zu den aufstrebenden Sängern seines Fachs. Er ist u. a. Gewinner des »Königin-Elisabeth-Wettbewerbs« 2018, des internationalen Gesangswettbewerbs »Das Lied« 2017 in Heidelberg sowie der »Young Concert Artists Auditions« 2015 in New York und war von 2018 bis 2020 festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Darüber hinaus ist er auch auf anderen großen Opern- und Konzertbühnen zu erleben. Bei den Musikfestspielen stellt sich der Künstler mit einem romantischen Programm vor, gemeinsam mit der renommierten bulgarischen Pianistin, Liedbegleiterin und Dozentin Doriana Tchakarova.

Samuel Hasselhorn – Bariton
Doriana Tchakarova – Klavier

»Sturmnacht«

  • Werke von Carl Loewe, Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Wagner und Hugo Wolf

Donnerstag,
26. Mai 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Schloss Wackerbarth

Brahms und die Alten Meister – Werke von Ahle, Brahms, Gabrieli, Palestrina und Schütz

Johannes Brahms liebte die Alte Musik. Intensiv beschäftigte er sich mit den Alten Meistern wie Palestrina, Bach oder Schütz, was durchaus auch Einfluss auf sein eigenes Komponieren hatte und sich vor allem in seinen geistlichen Werken niederschlug. Diese Liebe spiegelt sich auch im Programm des Dresdner Kammerchores wider: In einer imaginären »durchkomponierten« Messe treten geistliche Motetten von Brahms in eine spannungsvolle Beziehung mit Werken aus der Renaissance und dem Barock, die der Komponist studiert und einst selbst mit dem Wiener Singverein aufgeführt hat. Ziel war es für ihn schon damals, dem Publikum auf diese Weise musikalische Schätze vorzustellen, die bereits zu seiner Zeit fast gänzlich vergessen waren.

Dresdner Kammerchor
Hans-Christoph Rademann – Dirigent

16 Uhr Konzerteinführung (Kirchenschiff)

Samstag,
28. Mai 2022,
17.00 Uhr

Veranstaltungsort
Annenkirche Dresden

Werke von Carl Philipp Emanuel Bach (Wq 170, 171, 172)

Carl Philipp Emanuel Bach, der zweite Sohn des berühmten Barockkomponisten Johann Sebastian Bach, wurde zu Lebzeiten in den europäischen Musikzentren als der »große Bach« gefeiert und erlangte bisweilen größeren Ruhm als sein Vater. Ganz nach dem eigenen Credo «Aus der Seele muss man spielen« sind die drei Cellokonzerte aus seiner Feder Meisterwerke der Epoche der Empfindsamkeit und spiegeln in virtuosen Klangfarben die Loslösung von barocken Affekten hin zu einem individuellen Ton. Im Konzert werden sich mit Nicolas Altstaedt, Edgar Moreau und Pieter Wispelwey drei gefeierte Cellisten aus drei Generationen jeweils eines der Werke annehmen und im feierlich schlichten Ambiente der Annenkirche zu einem musikalisch anregenden Abend einladen.

La Folia Barockorchester
Robin Peter Müller – Violine und Leitung

Nicolas Altstaedt – Violoncello
Edgar Moreau – Violoncello
Pieter Wispelwey – Violoncello

»EXPERIENCE4KIDS« für Kinder ab 10 Jahren: Spielerische Einführung und anschließender Besuch der zweiten Konzerthälfte (Treffpunkt: 14.45 Uhr, vor der Kirche, Tickets: 8 €). Anmeldung über besucherservice@musikfestspiele.com

Sonntag,
29. Mai 2022,
15.00 Uhr

Veranstaltungsort
Annenkirche Dresden

HEROLD – NEUE JÜDISCHE KAMMERPHILHARMONIE – HURSHELL

Die Pflege des musikalischen Erbes vergessener oder verfemter jüdischer Komponisten ist für die Neue Jüdische Kammerphilharmonie ein wichtiges Anliegen. Einen Einblick in dieses besondere Repertoire erhält das Publikum auch beim vierten Festspielkonzert des Ensembles. So vertonte Ernest Bloch in seinem Zweiten Concerto grosso einen klangreichen Dialog zwischen Streichquartett und Orchester. Mit Weinberg steht ein Tonschöpfer auf dem Programm, dessen Werke nun ihre verdiente Renaissance erfahren. Neben seiner Zweiten Sinfonie erklingt das Concertino für Violoncello und Orchester. Diese Urfassung des Cellokonzertes op. 43 wurde erst 2016 wiederentdeckt und wird hier von Friederike Herold, einer hochtalentierten Jungstudentin an der Dresdner Musikhochschule, interpretiert.

Friederike Herold – Violoncello
Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden
Michael Hurshell – Dirigent

  • Ernest Bloch: Concerto grosso Nr. 2 B. 84
  • Mieczysław Weinberg: Concertino für Violoncello und Orchester op. 43 bis (Urfassung des Violoncellokonzertes)
  • Mieczysław Weinberg: Sinfonie Nr. 2 op. 30 für Streichorchester

Sonntag,
29. Mai 2022,
17 Uhr

Veranstaltungsort
Neue Synagoge Dresden

LUCIENNE RENAUDIN VARY & THIBAULT CAUVIN

Sie ist der neue Shooting-Star der Klassikwelt: die 1999 geborene französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Musikerin hat in ihrer jungen Karriere bereits zwei Alben vorgelegt. Darauf, wie auch auf der Konzertbühne, zeigt sie sich als vielseitig interessierte Brückenbauerin, die sich ungern in eine Genre-Schublade stecken lassen möchte. Davon zeugt auch ihr Festivaldebüt auf Schloss Wackerbarth – dem bewährten Podium für aufstrebende Talente –, für das sie unter anderem Werke von Astor Piazzolla, Miles Davis oder Enrique Granados im Gepäck hat. Genauso ungewöhnlich wie ihr Repertoire ist auch die musikalische Kombination, in der sie sich präsentiert: Trompete und Gitarre. Mit ihrem Landsmann Thibault Cauvin steht ihr dabei ein ebenso brillanter wie charismatischer Musiker zur Seite.

Lucienne Renaudin Vary – Trompete
Thibault Cauvin – Gitarre

  • Werke von Miles Davis, Enrique Granados, Joe Hisaishi, Justin Hurwitz, Astor Piazzolla, Joaquín Rodrigo u. a.

Donnerstag,
2. Juni 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Schloss Wackerbarth

YALE SCHOLA CANTORUM – JUILLIARD415 – HILL

Vielfältige Dialoge werden in diesem Konzert in der Frauenkirche Dresdem mit Juilliard415 – dem Ensemble für historische Aufführungspraxis der berühmten New Yorker Juilliard School – und der auf die Musik des 16. und 17. Jahrhunderts spezialisierten Vokalformation der legendären Yale University, der Yale Schola Cantorum, eröffnet. In zahlreichen gemeinsamen Projekten haben die Musikerinnen und Musiker ihr harmonisches Zusammenspiel bereits bewiesen und bieten unter der Leitung von David Hill ein Programm, das eine spannende Brücke zwischen den musikalischen Epochen schlägt. So trifft das Werk »In the Beginning« des US-amerikanischen Meisters der Moderne Copland auf die universellen Tonschöpfungen von Haydn.

Yale Schola Cantorum
Juilliard415
David Hill – Dirigent

  • Aaron Coplan: »In the Beginning«
  • Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 6 D-Dur Hob. I:6 »Le Matin«
  • Joseph Haydn: »Die Vorstellung des Chaos« (Nr. 1 aus dem Oratorium »Die Schöpfung« Hob. XXI:2)
  • Joseph Haydn: Messe Nr. 13 B-Dur Hob. XXII:13 »Schöpfungsmesse«

19 Uhr Konzerteinführung (Kirchenschiff)

Donnerstag,
2. Juni 2022,
20.00 Uhr

Veranstaltungsort
Frauenkirche Dresden

KUBANISCHE NACHT: OMAR SOSA & YILIAN CAÑIZARES

Das Dresdner Schauspielhaus öffnet seinen Vorhang für zwei herausragende Musiker aus Kuba: Für faszinierenden World-Jazz steht der afro-kubanische und mit einem »ECHO JAZZ« ausgezeichnete Pianist Omar Sosa, der mittlerweile in Barcelona lebt. Seine Landsmännin Yilian Cañizares verbindet Jazz, klassische Musik und kubanische Rhythmen zu einem individuellen Mix und ist damit eine der spannendsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Auf dem gemeinsamen Album »Aguas« haben Sosa und Cañizares ihre musikalische Freundschaft in poetischen und emotionalen Tönen festgehalten. Im Trio mit dem Perkussionisten Gustavo Ovalles erkunden sie die Wurzeln und Traditionen ihres Heimatlandes und interpretieren diese auf faszinierende Weise neu.

Omar Sosav – Klavier
Yilian Cañizares – Violine und Gesang
Gustavo Ovalles – Perkussion

Freitag,
03. Juni 2022,
20 Uhr

Veranstaltungsort
Schauspielhaus Dresden

CLASSICAL BEATS: KAMAAL WILLIAMS

Auch das zweite Konzert der Reihe »Classical Beats« lädt ein, in den viele kreative Impulse gebenden »London Sound« einzutauchen. Mit dem 1989 im Londoner Stadtteil Peckham geborenen Kamaal Williams steht einer der aufregendsten und innovativsten Protagonisten der jungen britischen Jazz-Szene auf der Bühne der Reithalle. Ausgetretene Pfade verlassend, gibt der aus der Elektromusik und Clubkultur kommende Musiker der Szene neuen Drive. Das Ergebnis ist eine ganz individuelle Fusion, die jazzige Klänge mit Funk, R&B und Hip-Hop kombiniert – ein Sound, den Williams auf seinem zweiten Soloalbum – »Wu Hen« – perfektioniert hat. Seine Musik klingt mitreißend und atmosphärisch und vereint die gegensätzlichen Spannungen zu einem faszinierenden harmonischen Gefüge.

Kamaal Williams – Keys

  • London Sounds: »Wu Funk«

Freitag,
3. Juni 2022,
21 Uhr

„Where All Roses Go“ – Werke von Byrd, Gibbons, Lennon, Morley, Schumann, Whitacre u. a.

Mit seinem vielseitigen Repertoire von Klassik bis Jazz- und Pop-Arrangements ist das britische Vokalensemble Apollo5 in zahlreichen Konzertsälen und bei Festivals in Europa wie in Übersee ein gern gesehener Gast. 2015 erschien die erste CD der fünf Sänger*innen: »With a Song in My Heart«. Mit ihrem letzten, im Februar 2021 veröffentlichten Album, »Where All Roses Go«, stellen sie sich nun dem Dresdner Publikum vor. Singend folgt das britische Vokalensemble den widersprüchlichen Strängen der menschlichen Existenz: Leben und Verlust, Schönheit und Sterblichkeit. Das Programm vereint eine vielfältige Sammlung von Chormusiken aus 500 Jahren und unterschiedlichsten Stilrichtungen. Mit einer Mischung aus Frische, Einfühlsamkeit und Optimismus offeriert Apollo5 ein musikalisches Stärkungsmittel für unsichere Zeiten. Lassen Sie sich verzaubern!

Apollo5:
Penelope Appleyard – Sopran
Clare Stewart – Sopran
Jacob Ewens – Tenor
Oliver Martin-Smith – Tenor
Greg Link – Bass

Sonntag,
5. Juni 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Annenkirche Dresden

Philip Glass zum 85. Geburtstag – KATIA & MARIELLE LABÈQUE

»Les enfants terribles« für zwei Klaviere ist ein neues Kapitel in der besonderen Beziehung zwischen dem legendären Komponisten Philip Glass und den Pianistinnen Katia und Marielle Labèque. Dazu erklingt die Uraufführung eines neuen Werkes der japanisch-peruanischen Komponistin Pauchi Sasaki, die von Glass im Rahmen der »Rolex Mentor und Meisterschüler Initiative« betreut wurde. Die Premiere übernimmt mit den Zwillingsschwestern Clara und Marie Becker ein junges aufstrebendes Klavierduo. Vor den Werken zweier zeitgenössischer Stimmen steht mit Claude Debussys »Six épigraphes antiques« und Franz Schuberts Fantasie f-Moll, beide für Klavier zu vier Händen, Musik von zwei Avantgardisten der romantischen Epoche auf dem Programm.

Katia Labèque, Marielle Labèque – Klavier
Clara Becker, Marie Becker – Klavier

  • Debussy: »Six épigraphes antiques« für zwei Klaviere
  • Schubert: Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen op. post. 103 D 940
  • Sasaki: Uraufführung einer Auftragskomposition für zwei Klaviere
  • Glas: »Les enfants terribles«. Suite für Klavier zu vier Händen
Dienstag,
7. Juni 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Festspielhaus Hellerau

DONNA LEON: »TIERE UND TÖNE«

Die US-amerikanische Krimiautorin Donna Leon, weltweit bekannt durch die Reihe um Commissario Brunetti, hat neben dem Schreiben noch eine weitere Passion: die Musik Georg Friedrich Händels. Beim Hören seiner Opern ist sie dabei auf allerlei Tiere gestoßen, die sie anhand ihrer Lieblingsarien in zwölf espritvollen Essays in ihrem Buch »Tiere und Töne. Auf Spurensuche in Händels Opern« vorstellt. Als eloquente Kennerin der mittelalterlichen Bestiarien und antiken Texte spürt sie den mannigfaltigen Tiersymboliken nach, die Händels Klangfantasie beflügelt haben. Ob Frosch, Schlange, Löwe oder Elefant – es gibt Spannendes zu entdecken, wenn sich die Autorin mit Schauspielerin Annett Renneberg, der Signorina Elettra aus den Brunetti-Verfilmungen, sowie dem Barockensemble Il Pomo d’Oro und den Sängerinnen Inga Kalna und Maite Beaumont im Schauspielhaus Dresden ins klingende Reich der Tiere begibt.

Donna Leon – Autorin und Rezitation
Annett Renneberg – Rezitation
Inga Kalna – Sopran
Maite Beaumont – Mezzosopran
Il Pomo d’Oro

  • »Auf Spurensuche in Händels Opern«. Musikalische Lesung

»EXPERIENCE«: Künstlergespräch mit Donna Leon (19 Uhr, Salon im Schauspielhaus). Anmeldung über besucherservice@musikfestspiele.com

IN KOOPERATION MIT DEN HÄNDEL-FESTSPIELEN HALLE

Dienstag,
07. Juni 2022,
20 Uhr

Veranstaltungsort
Schauspielhaus Dresden

»Il Sassone« – DRESDNER BAROCKORCHESTER

2022 jährt sich der Neapel-Aufenthalt von Johann Adolph Hasse zum 300. Mal. Dort konnte sich »Il Sassone« (»der Sachse«) als Komponist voll entfalten. Als einer der vorzüglichsten Meister der Neapolitanischen Schule gilt Leonardo Leo. Auch von ihm werden in der Loschwitzer Kirche Werke erklingen. Nach Leos Tod hatte sich der ebenfalls in Neapel ansässige Nicola Porpora vergeblich um dessen Nachfolge als Königlicher Kapellmeister beworben, woraufhin er nach Dresden reiste, wo er wiederum in ernsthafte Kompetenzstreitigkeiten mit dem mittlerweile dort als »Königlich Polnischer und Kurfürstlich Sächsischer Kapellmeister« tätigen Hasse geriet. Als ein weiterer Vertreter der neapolitanischen Komponierkunst steht Alessandro Scarlatti auf dem Programm des Konzertes in der Kirche Loschwitz, von dem unter anderem bekannt ist, dass er nicht nur seinen Sohn Domenico, sondern auch Hasse unterrichtet hat.

Dresdner Barockorchester
Margret Baumgartl – Violine und Leitung

  • Werke von Johann Adolph Hasse, Leonardo Leo, Nicola Porpora und Alessandro Scarlatti

18 Uhr Kirchenführung. Zutritt nur mit Konzertkarte

Mittwoch,
8. Juni 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Loschwitzer Kirche

KLAVIERREZITAL MARTIN JAMES BARTLETT

Der britische Pianist Martin James Bartlett wurde in London geboren. Mit dem Klavierspiel begann er mit sechs Jahren. Von 2014 an studierte er bei Vanessa Latarche am Royal College of Music und gewann im selben Jahr den »BBC Young Musician of the Year« in seinem Fach. Es folgten Soloauftritte mit den führenden britischen Orchestern und verschiedene erfolgreiche Konzerte in Europa und Übersee. Seit 2019 ist Bartlett bei Warner Classics unter Vertrag, wo im selben Jahr sein Debütalbum »Love and Death« mit Werken von J. S. Bach, Liszt, Schumann und Wagner erschien. Auf Schloss Wackerbarth, das auch in dieser Saison wieder jungen aufstrebenden Künstlern in bewährter Weise eine Bühne bietet, wird Bartlett das Publikum mit einem Programm erfreuen, das einen musikalischen Bogen von Wagner und Liszt nach Russland und Amerika schlägt.

Martin James Bartlett – Klavier

  • Alexander Skrjabin: Klaviersonate Nr. 4 Fis-Dur op. 30
  • Richard Wagner/Franz Liszt: »Isoldens Liebestod« aus »Tristan und Isolde« (Bearbeitung für Klavier)
  • Werke von Sergej Rachmaninow und George Gershwin

Donnerstag,
9. Juni 2022,
19.30 Uhr

Veranstaltungsort
Schloss Wackerbarth

ANGÉLIQUE KIDJO & ALEXANDRE THARAUD

Im Laufe seiner 25-jährigen Karriere hat sich Alexandre Tharaud ein unverkennbares Profil in der Welt der klassischen Musik geschaffen und gilt heute als einer der wichtigsten Botschafter französischer Klavierkunst. Seine außergewöhnliche Diskografie umfasst über 25, vielfach preisgekrönte Soloalben. Die Breite seines künstlerischen Wirkens spiegelt sich in seiner kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Theater- und Filmemachern, Tänzern, Choreografen, Schriftstellern sowie Musikern ganz verschiedener Genres wider. Bei den Dresdner Musikfestspielen ist er gemeinsam mit der beninisch-französischen Singer-Songwriterin und mehrfachen »Grammy«-Gewinnerin Angélique Kidjo zu Gast, die, von ihm kongenial begleitet, mit Kostproben von u. a. Barbara, Brassens, Brel, Gainsbourg und Piaf dem unvergänglichen Zauber des französischen Chansons nachspüren wird.

Angélique Kidjo – Gesang
Alexandre Tharaud – Klavier
Vincent Huguet – Szenische Umsetzung

»Les mots d’amour«

Donnerstag,
9. Juni 2022,
20 Uhr

Veranstaltungsort
Schauspielhaus Dresden

Werke von Bartholdy, Dutilleux und Dvořák

Das 1947 gegründete Juilliard String Quartet gehört zu den international führenden Streichquartettensembles, ja, es darf im positiven Sinne als eine Institution gelten. Auch in seiner heutigen Besetzung begeistert es sein Publikum nach wie vor weltweit auf höchstem Niveau. Ebenfalls ein echter Leuchtpunkt am musikalischen Himmel ist das in der Annenkirche als Abschlussstück vorgesehene »Amerikanische Streichquartett« von Dvořák, das angesichts der Tonart und der sich üppig ausbreitenden Klangflächen manchen als dessen »Pastorale« gilt. Unter dem Aspekt der Nacht steht das zuvor erklingende, einzige Quartett von Dutilleux, welches 1976 als Auftragswerk des Juilliard String Quartet entstand. Beginnen wird der Abend mit Mendelssohns Opus 80, das dieser nach dem Tod seiner Schwester in düster-aufgewühlter Stimmung 1847 in den Schweizer Bergen komponierte – kurz bevor er selbst verstarb.

Juilliard String Quartet:
Areta Zhulla – Violine,
Ronald Copes – Violine,
Roger Tapping – Viola,
Astrid Schween – Violoncello

  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-Moll op. 80
  • Henri Dutilleux: »Ainsi la nuit«
  • Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 «Amerikanisches«

Freitag,
10. Juni 2022,
18.00 Uhr

Veranstaltungsort
Annenkirche Dresden