Besuchen Sie eine der schönsten Kirchen Europas! Die Frauenkirche Dresden überwältigt Sie mit einer atemberaubenden Architektur aus Sandstein, einer prachtvollen Innengestaltung und mit einem wunderbaren Blick über Dresden. Zudem locken hochkarätige Konzerte und natürlich die evangelischen Gottesdienste wie auch Andachten.

Erlebnis Frauenkirche Dresden

Wie die Frauenkirche Dresden prägt

Mit ihrer hellen, imposanten Kuppel aus Sandstein prägt die Frauenkirche die Stadt-Silhouette Dresdens so markant wie kaum ein anderes Gebäude. Streng genommen handelt es sich sogar um eine doppelte Kuppel, denn innerhalb der Außenkuppel gibt es noch eine weitere kleinere Kuppel, die den Innenraum der Kirche nach oben hin abschließt. Beide zusammen ergeben die sogenannte steinerne Glocke. Diese ruht auf einem beinahe quadratischen Kirchengebäude, dessen äußere Schönheit sich natürlich vor allem vom direkt davor gelegenen Neumarkt aus gut erkennen lässt.

Ein barockes Kleinod – die Frauenkirche Dresden von innen

Das Innere der Frauenkirche entfaltet eine Pracht, die man auf diese Art wohl nur in Kirchen der Barockzeit erleben kann. Dank des originalgetreuen Wiederaufbaus der Frauenkirche können Sie im heutigen Innenraum einen Eindruck von der Ausgestaltung des Gotteshauses im 18. Jahrhundert erhalten.

Beim Eintritt in das Hauptschiff fällt der Blick zunächst unwillkürlich auf den barocken Altar des Bildhauers Johann Christian Feige. Dargestellt mit reicher ornamentaler und figürlicher Ausstattung wird eine biblische Szene, in der Christus einsam im Garten Gethsemane betet, kurz bevor er gefangen genommen wird. Da während des Wiederaufbaus etwa zweitausend Trümmerteile des originalen Kunstwerks geborgen werden konnten, können die Besucher nun einen Altar betrachten, bei dem nur etwa 20 Prozent aus neuem Material nachgearbeitet wurden.

Im Kirchenschiff stehend sollte man unbedingt auch einmal senkrecht nach oben schauen, um die Innenkuppel, die sich zentral über dem Kirchraum wölbt, zu betrachten. Dargestellt sind die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes; außerdem die Allegorien der christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung. Auch die Barmherzigkeit findet sich allegorisch ausgeführt.

Prägend für den Raumeindruck im Inneren der Frauenkirche sind ihre fünf Emporen. Sie umschließen den Kirchraum auf drei Seiten und beherbergen den Großteil der insgesamt 1664 Sitzplätze. Die unterste Emporenreihe ließ George Bär, der Baumeister der Frauenkirche, in einzelne Betstuben unterteilen, denen zum Kirchenraum hin Wände mit Fenstern – die man einzeln öffnen kann – vorgesetzt wurden. Beim Wiederaufbau installierte man zwar genau diese Fassaden mit den Fenstern wieder, aber eine Unterteilung in einzelne Betstuben findet nicht mehr statt. Die Betstuben sind also heute eine durchgehende Empore.

VERANSTALTUNGEN IN DER FRAUENKIRCHE

Die Dresdner Frauenkirche ist eines der kulturellen Zentren der Stadt. Dies liegt vor allem auch an den zahlreichen Konzerten in dieser Kirche – jeden Tag werden so gute Gründe für einen Besuch geboten.

Frauenkirche Dresden – Konzerte

In der Dresdner Frauenkirche, deren Akustik sich vor allem für Renaissance-, Barock- und Vokalmusik eignet, wird eine rege Konzerttätigkeit entfaltet. Dabei kommen zum einen die beiden eigenen Chöre sowie das eigene Ensemble zum Einsatz. Zum anderen aber sind sehr oft auch international gefeierte Solisten sowie namhafte Orchester und Chöre zu Gast. So kommt die Frauenkirche auf insgesamt ca. 60 Konzerte, 40 Orgelabende, 20 Geistliche Sonn- und Festtagsmusiken pro Jahr.

Das zentrale kirchliche Musikinstrument – die Orgel – wird natürlich auch in der Frauenkirche Dresden oft bespielt. Das ursprüngliche Instrument war eine Orgel des berühmten Orgelbauers Gottfried Silbermann, auf der auch Johann Sebastian Bach gespielt hat. Leider wurde sie 1945 vollständig zerstört, so daß ein kompletter Neubau notwendig war. Dieser wurde vom Orgelbauer Kern aus dem französischen Straßburg erstellt. Die neue Orgel mit ihren fast 5000 Pfeifen hat ihren Standort – eine weitere Besonderheit – über dem Altar und nicht, wie sonst meist üblich, dem Altar gegenüber.

Die Kern-Orgel der Frauenkirche kommt selbstverständlich innerhalb der Gottesdienste oft zum Einsatz. Man kann sie aber auch während der werktäglichen (Mo-Sa) Orgelandachten jeweils um 12 Uhr hören. Des Weiteren steht sie in zahlreichen Konzerten im Mittelpunkt und wird auch im Rahmen von verschiedenen Orgelzyklen genutzt. Hierbei kommt es regelmäßig zur Zusammenarbeit mit den Organisten der beiden anderen großen Innenstadtkirchen, also der Kreuzkirche und der Kathedrale (besser bekannt als Katholische Hofkirche Dresden). Einen reizvollen Gegensatz zum nahen Striezelmarkt mit all seinem Trubel bilden in der Adventszeit übrigens die Orgelnachtmusiken bei Kerzenschein immer an den Adventssonntagen um 21 Uhr.

Über diese vorwiegend für Erwachsene konzipierten Konzertangebote hinaus wird auch an Kinder und Jugendliche gedacht. An diese richten sich die Familienkonzerte, das sogenannte „Musikalische Klassenzimmer“ und die „Gesprächskonzerte für junge Leute“.

Frauenkirche Dresden – Gottesdienste

Die Frauenkirche ist – trotz des gerade beschriebenen regen Konzertbetriebes – natürlich in erster Linie ein Gotteshaus, in dem täglich Andachten und Gottesdienste gehalten werden. Hierfür sind an diese Kirche zwei Pfarrer berufen worden. Die anderen Veranstaltungen ordnen sich in der Regel diesem Gottesdienst-Zyklus unter. Eine Besonderheit stellen die monatlich stattfindenden anglikanischen Gottesdienste dar, die zudem in englischer Sprache abgehalten werden.

BESUCHERINFORMATIONEN

Öffnungszeiten Frauenkirche Dresden

Die Frauenkirche versteht sich als eine offene Kirche, versucht also, ihre Begehbarkeit jeden Tag in einem großen Zeitfenster zu ermöglichen. Werktäglich ist darum die Kirche in der Regel zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet (durch bestimmte Veranstaltungen können hier allerdings Abweichungen vorkommen). Dadurch sollen möglichst Menschen die Gelegenheit erhalten, in dieses Gotteshaus zu treten und sich an seiner Schönheit zu erfreuen. Der Eintritt ist übrigens frei! Um eine Spende wird allerdings gebeten, um auch künftig den Betrieb der Kirche aufrecht erhalten zu können.

Frauenkirche: Kuppelaufstieg

Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, der Frauenkirche „auf’s Dach“ zu steigen: Täglich werden Aufstiege zur Aussichtsplattform oberhalb der Kuppel angeboten. Von dort aus genießen Sie einen beeindruckenden Blick über Dresden und das umgebende Elbtal.

Mit einem Aufzug bewältigen Sie zunächst die ersten 24 Höhenmeter. Dann folgen ein paar schmale Treppen, denen sich wiederum ein langer – zwar stufenloser, aber steil ansteigender – Wendelgang anschließt. Dann müssen noch zwei weitere Treppenläufe, einer davon wiederum steil, überwunden werden. Unternehmen Sie also diesen Aufstieg bitte nur, wenn Sie in körperlich guter Verfassung sind und festes Schuhwerk tragen. Belohnt werden Sie dann aber wie bereits erwähnt mit einem grandiosen Blick über die sächsische Landeshauptstadt und ihre Umgebung von der in 67 m Höhe gelegenen Aussichtsplattform.

Der Aufstieg zur Kuppel startet am Eingang G und kostet pro Person 8,- € (ermäßigt 5,- €), Familien bezahlen 20,- € für eine gemeinsame Karte. Im Sommerhalbjahr kann der Turm werktags von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 12.30 bis 18.00 bestiegen werden, im Winterhalbjahr hingegen werktags von 10.00 bis 16.00 Uhr und sonntags von 12.30 bis 16.00 Uhr.

Adresse der Frauenkirche Dresden / Erreichbarkeit mit Öffentlichen Verkehrsmitteln

In der Innenstadt kann die mächtige Kuppel der Frauenkirche von den meisten Standorten aus gut gesehen werden, so daß man den fußläufigen Weg zu ihr auch ohne Karten und Hinweise gut findet. Die genaue Besucher-Adresse der Frauenkirche Dresden lautet übrigens: Neumarkt, 01067 Dresden. 

Die Frauenkirche Dresden ist mit Öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Straßenbahn sehr gut zu erreichen.

Direkt am Neumarkt gelegen, der Fußgängern vorbehalten und darum für Fahrzeuge gesperrt ist, kann man sie zwar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht direkt erreichen, aber die nächsten Haltestellen von Bus und Bahn sind jeweils nur 2 bis 4 Gehminuten entfernt. Bei den Straßenbahnlinien 1, 2 und 4 nutzen Sie die Haltestelle Altmarkt (alternativ auch die Haltestellen Postplatz und Pirnaischer Platz, wo die Buslinien 94 bzw. 62 und 75 halten), für die Straßenbahnlinien 3, 7, 8 und 9 empfiehlt sich die Haltestelle Synagoge. Sollten Sie mit der Linie 11 unterwegs sein, nutzen Sie bitte den Postplatz, bei den Linien 12 und 44 können Sie am Pirnaischen Platz zu- und aussteigen.

Am Rande des Neumarkts befindet sich übrigens eine der Stationen der Stadtrundfahrten in Dresden, so dass Sie auf diesem Weg komfortabel die Frauenkirche erreichen können.

Parken in Dresden an der Frauenkirche

Nutzen Sie für die Anfahrt mit dem eigenen PKW zur Frauenkirche das sehr gut funktionierende Parkleitsystem der Stadt Dresden. Lassen Sie sich von ihrem Navigationssystem zunächst zum ganz in der Nähe gelegenen Altmarkt (alternativ zur Wilsdruffer Straße oder zum Pirnaischen Platz) lotsen. Halten Sie bei der Fahrt in Richtung Stadtzentrum dann Ausschau nach den großen Hinweistafeln für die diversen Parkhäuser und Tiefgaragen in der City. Diese Hinweistafeln – die Sie an allen größeren Einfallstraßen in die Innenstadt finden – zeigen Ihnen nicht nur den Weg zu den Parkgelegenheiten an, sondern auch die Zahl der jeweils noch verfügbaren Parkplätze.

Für Ihren Besuch der Frauenkirche empfehlen wir Ihnen die Tiefgaragen „Altmarkt“, „An der Frauenkirche“, „Frauenkirche Neumarkt“, „Haus am Zwinger“ und „Taschenbergpalais“. Auch der Parkplatz „Schießgasse“ ist für Sie in diesem Fall günstig gelegen.