Die Gemäldegalerie Alte Meister zählt zu den wichtigsten Gemäldesammlungen der Welt und umfasst europäische Werke des 15. bis 18. Jahrhunderts. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf Bildern der deutschen und italienischen Renaissance, sowie auf der flämischen und niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Die seit 1855 in der zum Dresdner Zwinger gehörenden Sempergalerie am Theaterplatz untergebrachte Sammlung zieht jedes Jahr eine halbe Million Besucher in ihren Bann und ist einfach ein Muß für jeden Dresdenbesucher.

Die Gemäldegalerie Alte Meister ist Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), einem Verbund von insgesamt 15 Museen, die zu den bedeutendsten der Welt zählen. Ein weiterer Teil der SKD ist die im Albertinum beheimatete Galerie Neue Meister, deren Sammlung in Epochen startet, die von der Gemäldegalerie Alte Meister nicht mehr abgedeckt werden.

Jean-Etienne Liotard - Das Schokoladenmädchen (Pastell, 1744)

Einige der wichtigsten und berühmtesten Gemälde der Welt können hier bestaunt werden, unter ihnen natürlich vor allem die “Sixtinische Madonna” von Raffael, “Der Zinsgroschen” von Tizian, die “Schlummernde Venus” von Giorgione, “Der heilige Sebastian” von Messina, die “Briefleserin am offenen Fenster” von Vermeer, Canalettos Dresden-Veduten und nicht zuletzt das “Schokoladenmädchen” von Liotard, um nur einige wenige aufzuzählen. Etwa 700 Bilder werden in der Gemäldegalerie Alte Meister ausgestellt, womit etwa zwei Fünftel der Sammlung zu sehen sind.

Zwinger Dresden - Eingang in die Sempergalerie
Sempergalerie

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Gemäldegalerie Alte Meister ist täglich – außer am Montag – von 11 bis 17 Uhr geöffnet, freitags zusätzlich zur sogenannten Blauen Stunde von 17 bis 20 Uhr.

Die Eintrittspreise betragen 14,- € pro Person; Gäste, die Anspruch auf eine Ermäßgung des Eintrittspreises haben, zahlen 10,50 €. Kinder bis einschließlich 16 Jahren haben freien Eintritt.

Anfahrt und Parken

In unmittelbarer Nachbarschaft des Dresdner Zwingers und somit auch der Gemäldegalerie Alte Meister liegt der Postplatz. Dieser Verkehrsknotenpunkt in der Dresdner Innenstadt kann mit zahlreichen Linien der Dresdner Verkehrsbetriebe erreicht werden und ist somit die erste Wahl für eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Sollten Sie mit dem PKW anreisen, so empfehlen sich als Parkmöglichkeiten insbesondere die Tiefgarage “Haus am Zwinger”, die Tiefgarage unter dem Taschenbergpalais, die Tiefgarage “Semperoper“, die Tiefgarage “Altmarkt”, die (allerdings nicht so zahlreichen) Parkplätze auf der Ostra-Allee und das “Parkhaus Mitte”.

Gemäldegalerie Alte Meister: Wiedereröffnung nach 7 Jahren Sanierung

Im Februar 2020 wurde nach sieben Jahren umfangreicher Sanierung die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister und die “Skulpturensammlung bis 1800” in der Sempergalerie am Zwinger wiedereröffnet. Neben einer notwendig gewordenen baulichen Sanierung der Sempergalerie wurde die Zeit auch für die Installation eines neuen Lichtkonzeptes und rundum neuer Wandbespannungen genutzt. Dabei werden die Farben der Wände zur geographischen Unterscheidung eingesetzt: Die Werke der Italiener werden auf roten Wänden ausgestellt, die der deutschen und niederländischen Maler auf grünen Wänden, und die der spanischen und französischen Künstler des 17. Jahrhunderts auf blauen Wänden. Zudem hängen die Gemälde nun dichter und werden in prunkvollen Goldrahmen präsentiert.


Gemäldegalerie Alter Meister Dresden - Raffael - Sixtinische Madonna

Wegweisend für die vollständig überarbeitete Dauerausstellung ist die Integration der Skulpturensammlung in die Gemäldegalerie Alte Meister: Die bedeutende Dresdner Antikensammlung findet ihr neues Zuhause in der großen Halle im Erdgeschoss des Ostflügels. Plastiken und Skulpturen aus Renaissance und Barock sind im Skulpturengang im ersten Obergeschoss neu installiert. Kleinbronzen, Büsten und Marmorwerke werden gemeinsam mit ausgewählten Gemälden gezeigt, während im Erdgeschoss des Deutschen Pavillons eine Auswahl an Mengs‘schen Abgüssen zu sehen ist.