Der Postplatz Dresden – wichtiger Ausgangspunkt für Ihren Innenstadt-Ausflug

Der Postplatz Dresden ist einer der wichtigsten und bekanntesten Plätze in der Dresdner Innenstadt. Seine Bedeutung erhält er weniger durch seine Bebauung, sondern aufgrund seiner Eigenschaft als großer Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr. Sobald Sie die Dresdner Altstadt erkunden wollen oder aber ihre Sehenswürdigkeiten gezielt ansteuern möchten, dient Ihnen der Dresdner Postplatz so als sehr praktischer Ausgangspunkt für Ihre Unternehmungen.

Lage und Bebauung des Postplatz Dresden

Vom Postplatz Dresden aus gesehen in nördlicher und bzw. nordwestlicher Richtung schließen sich das Schauspielhaus und der Dresdner Zwinger an. Wenn Sie der vom Postplatz abgehenden Sophienstraße entlang des Zwingers folgen, erreichen Sie nach wenigen Schritten zunächst das Taschenbergpalais mit dem in ihm befindlichen Grand Hotel Kempinski, und gleich danach den Dresdner Theaterplatz mit
Schauspielhaus vom Postplatz Dresden aus gesehen

Schauspielhaus vom Postplatz Dresden aus gesehen

der berühmten Semperoper, der Katholischen Hofkirche, dem Dresdner Residenzschloß, dem Italienischen Dörfchen und vielem anderen mehr.

Wenn Sie vom Postplatz Dresden aus hingegen der Wilsdruffer Straße nach Osten folgen, stehen Sie nach kurzer Zeit auf dem Altmarkt, auf dem alljährlich der berühmte Striezelmarkt abgehalten wird und an dem Sie u.a. die Kreuzkirche (bekannt für den Dresdner Kreuzchor) finden. An der Nordseite des Altmarktes steht der Kulturpalast (Heimat der Dresdner Philharmonie und des Kabaretts Herkuleskeule) – wenn Sie an diesem vorbeigehen, erreichen Sie den Neumarkt Dresden mit der Frauenkirche, dem Dresdner Verkehrsmuseum und vielen Restaurants. Diese finden sich übrigens auch in großer Zahl in dem sich an den Altmarkt im Osten anschließenden Kneipenviertel Weiße Gasse. Sie sehen also, daß man vom Postplatz aus viele wichtige Punkte der Dresdner Altstadt schnell und praktisch erreichen kann.

Wie bereits erwähnt, ist der Postplatz Dresden selbst nahezu unbebaut. Erwähnenswert sind dennoch der kleine und unter Denkmalschutz stehende ehemalige Service-Pavillon der Dresdner Verkehrsbetriebe. Ihn nennen die Dresdner aufgrund seines Aussehens bereits seit Jahrzehnten einfach nur „die Käseglocke“. Heute wird er als Café bewirtschaftet.

Nicht weit davon erinnert seit 2008 am Postplatz Dresden ein von der Künstlerin Heidemarie Dreßel gestaltetes Denkmal an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953, bei dem auch in Dresden viele Menschen gegen die Diktatur in der DDR auf die Straße gingen. Es besteht aus der Kette eines Panzers T-34. Dieser Panzertyp wurde von der Armee der damaligen Sowjetunion auch in Dresden eingesetzt, um den Volksaufstand niederzuschlagen.

Der Postplatz Dresden als wichtiger Knotenpunkt des ÖPNV

Postplatz Dresden - Haltestellenübersicht

Postplatz Dresden – Plan der Haltestellen sowie Straßenbahnlinien und Buslinien

Die Haltestelle „Postplatz“ ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Dresdner ÖPNV und wird täglich von etwa 40.000 Fahrgästen genutzt. Hier halten Stand 2018 Straßenbahnlinien (Linien 1, 2, 4, 11 und 12) und Buslinien (Linien 62 und 94) auf ihrem Weg in die vier Himmelsrichtungen in die Stadt und ermöglichen den Fahrgästen vor allem das Umsteigen in jeweils andere Linien.

Als der Postplatz ab dem Jahr 2006 umgestaltet wurde, arrangierte man auch die Haltestellen neu. Dabei faßte man die ehemals 16 Haltepunkte zu nur noch zwei Haltestellen mit jeweils zwei Einstiegen zusammen. Zusätzlich wurde als Überdachung eine große Stahl- und Glas-Konstruktion erbaut, die gestalterisch in Dresden zwar umstritten ist, aber letztlich die vielen Fahrgäste erfolgreich vor Regen schützt.

Eine wichtige Rolle spielt der Postplatz Dresden gerade auch im Nachtverkehr. Da es in Dresden keine Nachtlinien wie in anderen Städten gibt, sondern die meisten Linien stattdessen in ähnlicher Linienführung durchgehend weiter fahren, wurden die Fahrpläne der den Postplatz passierenden Straßenbahn- und Buslinien so getaktet, dass sie sich an den Haltestellen gleichzeitig zu bestimmten Uhrzeiten „treffen“. Auf kleine Verspätungen einzelner Bahnen wird in der Regel Rücksicht genommen.

Der Postplatz Dresden und seine Geschichte

Ursprünglich führte die vom Altmarkt kommende Wilsdruffer Gasse zum Wilsdruffer Tor, das dem Wilsdruffer Thorplatz seinen Namen gab. Und eben jener Platz war der Vorläufer des heutigen Postplatzes. Westlich von ihm entstand außerhalb der Stadtmauern die Wilsdruffer Vorstadt. Der Postplatz Dresden entstand Anfang des 19. Jahrhunderts, nachdem man die militärisch wertlos gewordenen Befestigung geschliffen und den davor liegenden Graben verfüllt hatte.

Das Posthaus der Stadt Dresden stand ehemals in der Landhausstraße. Als es mit der Zeit zu klein wurde, erfolgte in den Jahren 1830 bis 1832 der Neubau eines nun deutlich repräsentativeren Postgebäudes südlich des Platzes, der schließlich 1865 den neuen Namen Postplatz erhielt. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Postplatz Dresden eine wichtige Stellung im Verkehrsnetz der sächsischen Residenz – so zweigten 1895 bereits sechs Straßenbahntrassen von diesem Platz ab.

Im Jahr 1991 rief die Stadt einen Wettbewerb zur Umgestaltung des Platzes auf. Den Siegerentwurf fertigte der Architekt und Stadtplaner Joachim Schürmann an. Da auch andere Verkehrsknoten wie der Wiener Platz und die Könneritzstraße umgebaut wurden, verschob sich die Baumaßnahme aber um mehr als zehn Jahre, bis dann endlich ab 2006 die Neugestaltung des Dresdner Postplatzes Formen annahm.

Seit Beginn 2016 wird am Postplatz Dresden vermehrt gebaut. Innerhalb der nächsten Jahre werden alle Baulücken direkt am Platz und in der näheren Umgebung durch Neubauten geschlossen. Im Umfang dieser Baumaßnahmen werden mehr als 1000 Wohnungen in der Dresdner Innenstadt entstehen.