Der Schlossplatz Dresden gehört zu den wichtigsten historischen Plätzen der Stadt und sollte mit seinen ihn umgebenden, imposanten Gebäuden eine der Stationen Ihres Bummels durch die Altstadt von Elbflorenz sein. Dieser nahe der Elbe gelegene Platz, der aufgrund seiner weitgehend wiederhergestellten Bebauung einen sehr authentischen Eindruck Dresdens in seiner Vergangenheit vermittelt, stellt die Verbindung her zwischen dem berühmten Theaterplatz (und dem sich dort gleich anschließenden Postplatz mit seinen zahlreichen Möglichkeiten des Öffentlichen Nahverkehrs) und der auf die Neustädter Seite der Stadt führenden Augustusbrücke.

Schlossplatz Dresden mit Georgenbau, Georgenturm, Hausmannsturm und Hofkirche

Die Ursprünge des heutigen Schloßplatzes liegen im 18. Jahrhundert, in dessen erster Hälfte die damalige Brücke über die Elbe umgebaut wurde. Grund dafür war auch die Errichtung der Katholischen Hofkirche. Um den dafür notwendigen Baugrund zu erhalten, riß man zum einen die bis dahin dort existierende Münzstätte nieder und verschob zum zweiten auch die Ufermauer in nordöstliche Richtung auf die Elbe zu, so daß man nun den Platz bis hin zur Brücke auffüllen konnte.

Schloßplatz Dresden bei Nacht mit Blick Richtung Theaterplatz

Besagte Hofkirche schirmt den Schlossplatz Dresden teilweise vom benachbarten Theaterplatz ab und ist das einzige barocke Gebäude an diesem Platz, der in den Jahren kurz nach 1900 durch teilweise historisierende Neubauten einen großen Teil seines bis heute ersichtlichen Charakters erhielt. Direkt vis-a-vis der Hofkirche befand sich bis 1894 das Palais Fürstenberg, das abgetragen wurde und an dessen Stelle seit 1907 das Sächsische Ständehaus steht.

Dieses war ursprünglich der Sitz des Sächsischen Landtages, aber heute ist in ihm das Oberlandesgericht Dresden und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen untergebracht. Elbseitig neben dem Ständehaus führt eine imposante, bereits 1814 errichtete breite Freitreppe – von der aus man einen schönen Blick auf den Schlossplatz Dresden, das Italienische Dörfchen und einen Teil des Theaterplatzes hat – hinauf zur Brühlschen Terrasse.

Zwischen Ständehauses und Hofkirche befindet sich der aus dem Elbtor entstandene Georgenbau, der wiederum zu den ältesten Teilen des seit dem 15. Jahrhundert immer wieder erweiterten und umgebauten Dresdner Residenzschlosses gehört. Dieser Georgenbau wurde 1901 mit dem im Stil der Neorenaissance gestalteten Georgentor zum Schlossplatz Dresden hin abgeschlossen. Durch das Georgentor hindurch verläuft die Schloßstraße, über die man sehr gut den Altmarkt erreichen kann. Gerade noch am Schlossplatz (eigentlich aber mehr an der Chiaverigasse) steht der ziemlich genau 100 Meter hohe Hausmannsturm, der nicht nur der höchste Turm des Residenzschlosses ist, sondern zugleich auch gemeinsam mit dem Rathausturm der höchste Turm in ganz Dresden.

So wie die Schloßstraße den Schlossplatz Dresden mit dem Altmarkt verbindet, so kommt man nach wenigen Minuten zu Fuß vom Schloßplatz auf den Neumarkt, wenn man der neben dem Ständehaus beginnenden Augustusstraße folgt. An ihr befindet sich eine weitere Dresdner Sehenswürdigkeit, der Fürstenzug. Auf diese Weise eignet sich also auch der Schloßplatz gut als Ausgangspunkt für einen Erkundungsgang durch die Dresdner Altstadt.
Schloßplatz Dresden bei Nacht mit Blick Richtung Fürstenzug

Ein so zentral gelegener und mit beeindruckender Architektur umrahmter Platz wie der Schlossplatz Dresden ist natürlich prädestiniert für die Errichtung von Denkmälern. So stand bis 1951 ein bronzenes Reiterstandbild auf einem Denkmalsockel aus weißem Carrara-Marmor auf diesem Platz. Es erinnerte seit 1906 an den sächsischen König Albert und hatte die Wirren und Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend unversehrt überstanden. Den neuen Machthabern in der jungen DDR war das Denkmal allerdings nicht mehr genehm und wurde deshalb entfernt (selbst mit dem Namen Schloßplatz konnte man sich in jener Zeit nicht anfreunden, weshalb Platz und benachbarte Brücke in den Jahren 1949-1990 den Namen des bulgarischen Stalinisten Georgi Dimitroff trugen).

An seiner Stelle steht seit Mai 2008 eine Skulptur des sächsischen Königs Friedrich August I. (genannt „der Gerechte“). Dieses Werk von Ernst Rietschel hatte in Dresden bis dahin schon an verschiedenen Stellen Station gemacht: Gegossen in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer, wurde es 1843 zuerst im Zwinger aufgestellt. Später wurde es auf der anderen Elbseite am Japanischen Palais platziert, bis es dann schließlich Anfang des neuen Jahrtausends seinen nun hoffentlich endgültigen Platz auf dem Schloßplatz Dresden erhielt.

Abschließend seien noch zwei besondere, in das Pflaster des Schloßplatzes eingelassene Steine erwähnt. Zum einen findet man vor dem Haupteingang der Hofkirche einen Pflasterstein, der mit einem „N“ markiert ist. Dieser Stein soll den Punkt anzeigen, an dem Napoleon Bonaparte am 26. August 1813 stand, um die Truppenparade vor der Schlacht um Dresden abzunehmen. Zum zweiten wurde unweit davon, also ebenfalls vor dem Haupteingang der Hofkirche, 2011 ein Stolperstein zum Gedenken an den sorbischen Kaplan Alojs Andritzki in das Pflaster eingesetzt.