Der Zoo Dresden

Der Zoo Dresden gehört zu den Besuchermagneten der Elbmetropole und liegt im südwestlichen Teil des Großen Gartens. Auf einer Fläche von 13 Hektar können Sie mehr als 265 Arten bestaunen, von denen der Dresdner Zoo insgesamt über 1700 Tiere beherbergt. Doch nicht nur Tiere von allen Kontinenten, sondern auch Spielplätze, gastronomische Einrichtungen, ein Puppentheater und vieles andere mehr bietet dieser Tierpark in Dresden. Dabei ist der Zoologische Garten Dresden in den letzten Jahren großzügig modernisiert worden. Auch das trug zu den 850.000 Besuchern im Jahr 2017 bei.

Attraktionen im Tiergarten Dresden

Der Zoo in Dresden bietet Ihnen und Ihrer Familie zu jeder Jahreszeit interessante Attraktionen. Die wichtigsten davon stellen wir Ihnen hier vor.

Das Professor-Brandes-Haus

Das nach einem besonders verdienstvollen Zoodirektor benannte Gebäude ist das Tropenhaus des Dresdner Zoos. In dem erst 2010 eröffneten Haus können Sie neben Affen, Faultieren auch andere Arten bestaunen. Vor allem aber, wenn Sie im Zoo Dresden Koalas suchen, werden Sie hier fündig. Der Dresdner Zoo war übrigens der zweite Tierpark in Deutschland, der diese knuffigen Beuteltiere in seinem Bestand hatte. Die für ihre Vorliebe für frische Eukalyptus-Blätter bekannten Pelzträger werden täglich 9.30 Uhr gefüttert. Lassen Sie sich das nicht entgehen! Auch die Koalas im Zoo Dresden sind nämlich ein wenig faul und schlafen gern und viel. Da sind die Fütterungszeiten (siehe unten im Service-Kapitel) eine gute Gelegenheit, sie mal in Aktion zu erleben.

Der Zoo Dresden für Kinder

Immer beliebt bei den Kleinen ist natürlich die Möglichkeit, Tiere auch mal ganz nah erleben und auch streicheln zu dürfen. Die Kinder können im Streichelzoo Dresden Minischweine und Kamerunschafe streicheln und über das Gewusel kleiner Nager in einer Mäuseburg staunen.

Wenn die Kinder zwischendurch Lust zum Toben haben, können sie dies auf den zahlreich vorhandenen Spielplätzen mit Klettergerüsten und Sandkästen gern tun. Ein Seillabyrinth (in der Nähe der Löwensavanne) und Wasserspiele (hinter dem Afrikahaus) werden von den kleinen Zoobesuchern auch gern genutzt. Eine Attraktion für Kinder – aber wohl auch für viele ihrer Väter… – ist die Dresdner Parkeisenbahn, deren Hauptbahnhof direkt aus dem Zoo erreichbar ist, entlang des Zoos durch den Großen Garten fährt und dabei solche Stationen wie Zoo, Carola-See und Gläserne Manufaktur miteinander verbindet.

Gastronomie im Zoo Dresden – das Pinguin Cafe

Im Zoo selbst können sich kleine und große Gäste an mehreren Punkten in Imbissen und Cafés stärken. Besonders empfehlenswert gerade im Sommer ist dabei der Besuch des erst 2018 neu eröffneten Pinguin-Cafés. An der Stelle des Vorgängerbaus aus DDR-Zeiten entstand ein modernes Gebäude, dessen geschwungene Formen an eine Eisscholle erinnern. Auf 80 Plätzen im Inneren und 200 Plätzen auf der Außenterasse finden viele Gäste Platz und können originelle Köstlichkeiten probieren. Draußen genießt man dabei das (hoffentlich) gute Wetter und die schöne Aussicht in den Zoo hinein und auf die benachbarten Pinguine (die dem Café zu seinem Namen verhalfen), im Inneren erfreut man sich an schön gestalteten und sorgsam handgefertigten Möbeln aus den Deutschen Werkstätten Hellerau. Die Architektur des Pinguin Cafe (Architekten Heinle, Wischer und Partner) ist übrigens so qualitätvoll, daß dieses Gebäude mit dem bedeutenden internationalen Architekturpreis Iconic Awards 2018 (Prädikat „Selection“) ausgezeichnet wurde.

Der Zookasper

Der Dresdner Zoo ist ein besonders kinderfreundlicher Tierpark. So hat er neben vielen anderen Highlights für die Kleinen auch eine Puppenbühne zu bieten. Auf ihr besteht seit 1991 der Zookasper seine Abenteuer. Der Puppenspieler Stefan Flinner schöpft dabei aus einem Fundus von über 52 unterschiedlichen Stücken. Mit ihnen konnte er in mehr als 13.000 Vorstellungen bereits über 1,7 Millionen Zuschauer unterhalten.

Zu erleben ist der Zookasper in seinem Freilichttheater bei regenfreiem Wetter in den Monaten April bis Oktober. Spieltage sind dabei Dienstag & Donnerstag jeweils 10.30 Uhr, 11.30 Uhr und 14.30 Uhr (in den Ferien gibt es immer 16.00 Uhr noch eine zusätzliche Vorstellung). Zudem wird auch an den Samstagen, Sonntagen und Feiertagen immer um 10.30 Uhr, 11.30 Uhr, 14.30 Uhr und um 16.00 Uhr.

Kindergeburtstag im Zoo Dresden

Wenn Sie Ihren Kindern zum Geburtstag mal etwas ganz besonderes bieten wollen und ihnen Erlebnisse außerhalb des meist städtischen Alltags verschaffen wollen, dann können Sie den nächsten Kindergeburtstag im Zoo Dresden feiern. Die Zoomitarbeiter organisieren eine Erlebnistour durch den Zoo, bei dem einige der Tiere etwas näher vorgestellt werden und die Kinder zudem bei einer Tierfütterung dabei sein können. Beim Gastronomiepartner des Zoos, der Elbezeit GmbH (einem auf Catering spezialisierten Tochterunternehmen der Sächsischen Dampfschiffahrt), können Sie für die kleinen Partylöwen auch noch das Geburtstagsmenü ordern.

Die eigentliche Erlebnistour durch den Zoo dauert etwa 90 Minuten. 12 Personen können maximal daran teilnehmen. Die Kosten für dieses gelungene Geburtstagsevent belaufen sich auf 70,- € zzgl. der Eintrittspreise, wobei das Geburtstagskind natürlich vom Zoo eingeladen ist und nichtsbezahlt. Zusätzlich wird dem Kind, das seinen Kindergeburtstag im Zoo Dresden feiert, auch noch ein kleines Überraschungsgeschenk vom Zoo überreicht.

Führungen im Zoo Dresden

Zootour

An dieser Führung können zum Gruppenpreis von 60,- € zzgl. Zooeintritt bis zu 25 Personen teilnehmen. Sie erfahren dabei viel Wissenswertes über die Tiere des Zoos und den Zoologischen Garten selbst, wobei natürlich nicht nur trockenes Wissen vermittelt, sondern auch viele lustige Begebenheiten aus dem Zooalltag erzählt werden. Wichtige Stationen auf dieser Tour sind das Prof.-Brandes-Haus, das Afrikahaus und das Giraffenhaus.

Streifzug durch den Zoo

Einen Blick hinter die Kulissen können Sie bei dieser, immer 14 Uhr beginnenden Exklusivtour werfen, was sich vor allem anbietet, wenn Sie den Zoo schon kennengelernt haben und nun etwas tiefer in die Welt dieses Tiergartens eintauchen wollen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen dem Prof.-Brandes-Haus, dem Giraffenhaus, dem Vogelrevier und der Futtermeisterei. Als halbstündiges Kernelement der insgesamt 90minütigen Tour wird Ihnen an einer dieser Stationen ein Tierpfleger mehr über das Leben der Tiere und die Arbeit der Pfleger erzählen. Bis zu 10 Personen können an dieser spannenden Tour teilnehmen und zahlen dafür eine Gruppenpauschale von 100,- zzgl. den Zooeintritt.

Service Zoo Dresden

Zoo Dresden Preise

Folgende Eintrittspreise gelten im Zoo Dresden:

Erwachsene 12,00 Euro

Erwachsene mit Abo- & Jahreskarte DVB/VVO 11,00 Euro

Erwachsene mit Dresden-Pass 6,00 Euro

Jahreskarte für Erwachsene 35,00 Euro

Kinder (3 – 16 Jahre) 4,00 Euro

Kinder mit Abo- & Jahreskarte DVB/VVO 3,50 Euro

Kinder mit Dresden-Pass 2,00 Euro

Jahreskarte für Kinder 18,00 Euro

Ermäßigte (mit Ausweis: Schüler, Studenten, Auszubildende und Schwerbehinderte) 8,00 Euro

Ermäßigte mit Abo- & Jahreskarte DVB/VVO 7,50 Euro

Jahreskarte für ermäßigte 24,00 Euro

Familien (2 Erwachsene mit bis 4 Kindern) 30,00 Euro

Jahreskarte für Familien 80,00 Euro

Gruppenpreis (Erwachsene & Kinder ab 10 Personen) für Erwachsene 9,00 Euro

Gruppenpreis für Kinder 2,00 Euro

Sonderpreis immer montags (Feiertage ausgenommen) Erwachsene 8,00 Euro

Zoo Dresden Öffnungszeiten

Der Zoo Dresden ist das ganze Jahr über täglich – auch an den Feiertagen – geöffnet, wobei sich in den einzelnen Jahreszeiten auch die Öffnungszeiten unterscheiden.

  • Öffnungszeiten im Frühling (ab 10.02.2018): 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr
  • Öffnungszeiten im Sommer (ab 25.03.2018): 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr
  • Öffnungszeiten im Herbst (ab 04.10.2018): 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr
  • Öffnungszeiten im Winter (ab 01.11.2018)*: 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr
    * am 24.12. und 31.12. bis 15 Uhr geöffnet (Kassenschluß bereits 14 Uhr)

Bitte beachten Sie den Kassenschluß immer 45 Minuten vor der Schließung des Zoos.

Extra-Tipp: Pfiffige Zoobesucher nutzen den frühen Öffnungsbeginn 8.30 Uhr für einen zeitigen Besuch. Um diese Zeit sind die Tiere vor allem im Sommer aktiver als in der Mittags- und Nachmittagshitze. Zudem sind deutlich weniger Besucher unterwegs als in den Stoßzeiten, was sich zum einen auf die Verfügbarkeit von Parkplätzen günstig auswirkt, zum anderen aber auch den Vorteil hat, daß man sich innerhalb des Zoos ohne großes Gedränge bewegen und einen ungestörten Blick auf die Tiere werfen kann.

Zoo Dresden: Fütterungszeiten

Großer Beliebtheit in jedem Zoo erfreuen sich immer die Fütterungen. Um ihre Leckerbissen zu ergattern, werden einige Tiere richtig aktiv, was man als Besucher natürlich gern beobachtet.
Zu diesen Zeiten können Sie den Tierpflegern beim Füttern zusehen und die Tiere in Aktion erleben:

  • 9:30 Uhr: Fütterung der Koalas
  • 9:30 Uhr (Sa): Schneeleopard
  • 11:30 Uhr (Mi +So): Erdmännchen
  • 12:30 Uhr (Di + Do + Sa + So): Löwe
  • 15:30 Uhr (Mai bis September): Guereza

 

Natürlich haben die Tierpfleger im Zoo Dresden viel zu tun, um all die Tiere zu betreuen. Dabei ist meist keine Zeit, um mit den Gästen des Tierparks ins Gespräch zu kommen. Aber zu bestimmten Zeiten können Sie Tierpfleger an den folgenden Tiergehegen treffen, wobei diese Ihnen dann auch gern Ihre Fragen beantworten:

  • 11:00 Uhr (Mi + So): Wiegen der Koalas
  • 11:00 Uhr (jeden 1. Fr im Monat): Sunda-Gavial (mit Fütterung)
  • 12:00 Uhr (Sa): Rotes Riesenkänguru (mit Fütterung)
  • 14:00 Uhr: Elefant
  • 14:00 Uhr (Do): Geiervoliere (mit Fütterung)
  • 14:15 Uhr (Fr) – April bis Oktober: Rosapelikan (mit Fütterung)
  • 14:30 Uhr (Fr) – April bis Oktober: Watussi / Burenziege
  • 15:00 Uhr: Humboldtpinguin (mit Fütterung)
  • 15:15 Uhr (So): Schneeeule (mit Fütterung)

Adresse Zoo Dresden

Den Zoo Dresden finden Sie unter der Adresse Tiergartenstraße 1, 01219 Dresden

Zoo Dresden Anfahrt

Fahren Sie auf der Autobahn A17 bis zur Abfahrt Dresden-Südvorstadt, die Sie auf der Bundesstraße B170 Richtung Zentrum verlassen. Biegen Sie am Georg-Platz rechts auf Bürgerwiese ein. Dieser Straße bzw. der Parkstraße folgen Sie, bis Sie am Lennéplatz halb links auf die Tiergartenstraße einbiegen.

Wo kann ich am Zoo Dresden parken?

Direkt gegen über dem Haupteingang vom Zoo Dresden können Sie Ihr Auto parken, und das auch noch sehr preiswert: Auf dem bewachten Parkplatz kostet das Parken während des Zoobesuches nur 1,- € pro Stunde, wobei das Tagesticket für einen PKW gerade einmal auf 3,- € kommt.

Zoo Dresden Öffentlicher Nahverkehr

Besonders an besucherreichen Tagen empfiehlt sich die Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Gäste von außerhalb fahren zunächst per Bahn bis zum Hauptbahnhof. Dort steigen sie in die Linien 9 oder 13 der Dresdner Verkehrsbetriebe ein und fahren bis zur Haltestelle Zoo, die auch mit der Linie 75 erreicht wird. Gäste, die die Linie 11 nutzen, steigen an der Haltestelle Lennéplatz aus.

 

Geschichte des Dresdner Zoos

Die Mitte des 19. Jahrhunderts war in Deutschland die Phase der Zoogründungen in den bedeutenden Großstädten. Berlin ging 1844 mit seinem „Zoologischen Garten“ voran, gefolgt von Frankfurt am Main und Köln in den Jahren 1858 und 1860. Im Jahr darauf, also 1861 wurde dann der Zoo in Dresden gegründet und zählt damit zu den ältesten in ganz Deutschland. Übrigens bleibt aber unangefochten der Tiergarten Schönbrunn bei Wien der älteste Zoo der Welt, denn er ist mit seinem Gründungsjahr 1752 noch einmal über 100 Jahre älter als der Zoo Dresden.

Aber auch in Dresden reichen die Anfänge deutlich vor das Jahr 1861 zurück. In den Zeiten barocker Prachtentfaltung bei Hofe präsentierten auch schon im 17. Jahrhundert die sächsischen Könige – dabei ihren französischen Vorbildern nacheifernd – exotische Tiere, vorwiegend Raubtiere wie Löwen, Tiger und Leoparden. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts aber war das schon wieder Geschichte und die bereits in der Stadt vorhandene Fasanerie im Großen Garten schloss ebenso wie der Tiergarten des Königs in Loschwitz.

Stattdessen wurde die Entwicklung dann von zunächst eher unerwarteter Seite vorangetrieben. Mitte der 1850er Jahre veranstaltete ein neu gegründeter Hühnerzucht-Verein einige erfolgreiche Geflügelausstellungen in Dresden und betrieb ab 1859 auch schon einen „Zoologischen Versuchsgarten“ im Ostragehege, der auf großes Publikumsinteresse traf. Dadurch und durch die Existenz von Plänen für eine Zoogründung angeregt, bildete sich ein Komitee, das die Konstituierung einer Aktiengesellschaft vorbereiten sollte, die dann wiederum die Gründung eines Zoos zur Aufgabe hatte. Das Königshaus förderte dieses Projekt großzügig, u.a. durch Flächen im Großen Garten, die zur Verfügung gestellt wurden.

1860 nahm das Projekt dann richtig Fahrt auf. Mit der Etablierung der Aktiengesellschaft löste sich der Geflügelzüchterverein auf, wobei aber besagte Aktiengesellschaft dessen Tierbestände komplett übernahm und so den Kern des eigenen Bestandes an Tieren erwerben konnte. Dieser wurde zügig, auch durch Schenkungen, weiter aufgestockt. Das nutzbare Gelände mit einer Größe von 13 Hektar wurde durch den renommierten Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné (an den die unweit des Zoos gelegene Lennéstraße und der Lennéplatz erinnern) und den Stadtbaumeister Carl Adolph Canzler innerhalb des Jahres weitgehend vollständig gestaltet. Auf diese Weise gelang es, den Zoo Dresden bereits am 9. Mai 1861 offiziell zu eröffnen.

Unter den beiden Direktoren Albin Schoepf und seinem Sohn Adolph Schoepf erlebte der Dresdner Zoo bis 1909 – trotz aller in dieser Zeit immer wieder aufkommenden Finanzschwierigkeiten – eine Ära des Auf- und Ausbaus sowie beachtenswerter Zuchterfolge. So gelang bereits relativ früh die Zucht von Löwen, Tigern, Pumas und Leoparden. Ergänzend zu den Tieren wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Zoo auch genutzt, um Völkerschauen zu präsentieren, also (aus europäischer Sicht) Angehörige exotischer Völker mitsamt Nachbildungen ihrer natürlichen Lebensumgebung und der Vorführung ihrer Gebräuche.

Nach Schoepf junior übernahm 1910 der bis heute hoch geschätzte Professor Dr. Gustav Brandes das Amt des Zoodirektors in Dresden. Unter seiner Führung wurden wichtige Gebäude und Anlagen erstellt und Haltungserfolge erzielt, vor allem im Bereich der Menschenaffen. Dabei hatte es Brandes nicht leicht, denn in seine Amtszeit fielen sowohl der Erste Weltkrieg als auch die Phasen der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren. Diese Krisen brachten den immer noch als Aktiengesellschaft firmierenden Zoo Dresden finanziell an seine Grenzen. Schließlich mußte 1934 Konkurs angemeldet werden, daß alle Finanzreserven aufgebraucht waren und keine neuen Kredite aufgenommen werden konnten. Brandes trat als Direktor zurück.

In dieser Situation übernahm die Stadt Dresden den Zoo als neue Eigentümerin. Die dreißiger Jahre brachten neue Bautätigkeiten und eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage des Tierparks. Diese hielt selbst noch während der Zeit des Zweiten Weltkriegs vor. Futtermangel und fehlende Fachkräfte aufgrund des Einzugs zum Militärdienst wirkten sich aber negativ auf den Tierbestand aus, wobei dennoch der Zoobetrieb aufrecht erhalten werden konnte.

Wie für den Rest Dresdens, so erwiesen sich die schweren Bombenangriffe vom 13. und 14. Februar 1945 und die damit einhergehende Zerstörung der Stadt auch für den Zoo Dresden als Katastrophe. Bei den Angriffen waren bekanntlich nicht die großen Militäranlagen im Norden der Stadt, sondern das Stadtzentrum das Hauptziel, weshalb auch der sich recht nahe der Altstadt befindliche Zoo nahezu komplett zerstört wurde. Aber nicht nur die Gebäude erlitten große Schäden, auch die Tiere erlitten große Qualen, die nur die wenigsten von ihnen überlebten. Zu Kriegsende waren von den ehemals 3.000 Tieren ungefähr noch ein Dutzend übrig. Die bauliche Zerstörung und der quasi ausgelöschte Tierbestand setzten hinter das Fortbestehen des Dresdner Zoos zu jener Zeit ein großes Fragezeichen.

Aber schon wenige Monate nach Kriegsende, im November 1945, wurde vom Dresdner Stadtrat der Wiederaufbau des Tierparks beschlossen. 1946 wurde das vergleichsweise wenig zerstörte Elefantenhaus zum Kern einiger provisorisch wiederhergestellter Anlagen. Am 9. Juni des selben Jahres den Dresdnern und ihren Gästen wieder zugänglich gemacht, die nun wieder einen – wenn auch nur kleinen – Tierbestand bestaunen durften. Möglich gemacht hatte dies unter anderem die Hilfe aus dem Zoo Leipzig, der dem Dresdner Zoo eine Löwin schenkte.

Die nächsten Jahre waren geprägt von der Erweiterung des Tierbestandes und dem fortgesetzten Wiederaufbau der zerstörten Anlagen – all dies aber unter den finanziellen und materiellen Engpässen der DDR-Zeit. Dennoch war diese Arbeit erfolgreich, und allein im hundertsten Jahr des Bestehens des Zoos Dresden statteten ihm deutlich über eine Million Gäste einen Besuch ab. Dennoch wurden die Mängel an Gebäuden und Infrastruktur mit den Jahren immer gravierender, woran auch die wenigen Neubauten der 70er und 80er Jahre nichts ändern konnten.

Die finanzielle Lage des Zoos Dresden änderte sich mit der Wende zunächst nicht. Im Gegenteil: Die Besucherzahlen gingen massiv zurück, weil natürlich erst einmal andere Freizeitangebote lockten, die es so zu Zeiten der DDR nicht gegeben hatte. Zugleich versiegte eine weitere wichtige Geldquelle, nämlich die in der DDR übliche finanzielle Unterstützung von Kultureinrichtungen (wie eben dem Dresdner Zoo) durch die großen volkseigenen Betriebe und Kombinate. Da diese nun selbst abgewickelt und umstrukturiert wurden, hatten sie kein Geld mehr zu verschenken.

Glücklicherweise bekannte sich die Stadt Dresden weiterhin zu ihrem Zoologischen Garten und subventionierte ihn entsprechend. Der 1993 beschlossene Um- und Ausbau des Zoos bis ins Jahr 2006 wurde mit einem Gesamtvolumen von 60 Millionen D-Mark veranschlagt, wobei ein großer Teil des Geldes durch Förderungen hereinkommen sollte. In den 90er Jahren konnten nun noch mehrere neue Anlagen erstellt und mit ihnen der Tierpark entscheidend aufgewertet werden, allen voran das 1999 eröffnete neue Afrikahaus. In dieses Jahrzehnt fällt auch die Überführung des Zoos in eine gemeinnützige GmbH, die sich als eigenständige Gesellschaft vollkommen im Besitz der Landeshauptstadt Dresden befindet.

Die 2000er Jahre brachten zunächst einen signifikanten Besucherschwund, vor allem im Jahr des großen Hochwassers 2002. Allerdings konnte in diesem Jahrzehnt die Stadt Dresden durch den Verkauf ihrer Wohnungsgenossenschaft mit einem Schlag all ihre Schulden tilgen und so ihre Finanzen sanieren. Davon profitierte der Dresdner Zoo ganz entschieden, denn nun war die Tür für regelmäßige, größere Investitionen offen. So entstand neben anderen im Jahr 2007 eine neue Löwen- und Karakalanlage und 2008 das neue Giraffenhaus. All diese Anstrengungen zur Steigerung der Attraktivität des Dresdner Zoos wurden nun auch mit wieder deutlich steigenden Besucherzahlen belohnt.

Das 2010er Jahrzehnt startete im Tierpark mit der Eröffnung des fast 8 Millionen Euro teuren Prof.-Brandes-Hauses, der bis dahin größten Investition in der Geschichte des Dresdner Zoos. In diesem Gebäude, das als neue Hauptattraktion in der Dresdner Tiergartenstraße gilt, werden vor allem Primaten und Exoten gezeigt. Auf dem bis hierhin Erreichten ruhen sich die Verantwortlichen aber nicht aus, und so wartet der Zoo Dresden 2018 mit zwei Neueröffnungen auf. Zum einen wird nach intensivem Umbau das erst knapp 20 Jahre alte Afrikahaus wiedereröffnet. Zum anderen lädt gerade im Sommer der Neubau des Pinguin-Cafés – die wohl wichtigste und bekannteste Gastronomieeinrichtung im Dresdner Zoo – zu einem Besuch ein.